Aktuelles


„Liebender“, Werk für Violoncello, Stimme & Klangspiel

Ein erster Werkstatteinblick in die Komposition „Liebender“ ist entstanden:
Auszüge aus „Liebender“

Die Fertigstellung der gesamten Aufnahme ist für 2023 mit René Arnold und Bernhard Bauch in Arbeit.


Erzählung und Zeichnungen sind über meine Seite Malerei, Dichtung zu lesen und anzuschauen.




Monatsgedicht

Hier erscheinen immer wieder aktuelle Gedichte, teils mit einer zugehörigen Zeichnung, teils mit einer Komposition.
Doch jedesmal frei, sich für Jeden in seiner eigenen Art und Weise zu entfalten, in ihm anzuklingen, zu er-innern.


Wehendes Werden

Es fängt sich der Wind im hohen Schilf,
als wüsst ́ er nicht, dass er in diesem Wirren
kein Ende findet. Nur ein Sirren,
dass aus ihm selbst ein Echo ist, nicht Hilf ́.
Doch tritt er ein in unbekanntem Ahnen,
dass er dem Ohr ist wie Gesang, wie ein leises Mahnen.

Es fängt sich der Wind in wässrigen Gewändern,
als wüsst ́ er nichts von Scham der drunter nackt erscheinend Haut.
Wirft sie in Falten, greift von den Ländern
nach Bildern, die sie spiegeln kann, die neue, glatte Braut.

Treibt sein Wellenspiel mit ihnen, sie wogend zu verzerr ́n.
Sie harrt im Grunde still auf ein Gesicht,
das unbewegte Sein des sie erschaffend Herrn.
Der nicht an Wasserhaut und nicht im Windschall sich zerbricht.

Es fängt sich das Werden in eigenen Gespinsten
und schreckt nur auf, wenn ́s draußen windstill ist.
Dann stürzt es suchend in dem Finst ́ren,
dass doch den Anfang all seiner Geburten misst.
Darin es ringt von Weh ́ zu Wehen,
Getriebenes der Zeit vom Kommen hin zum Gehen.

Doch hält es aus, welch Frucht vom Wind,
der ihm den Samen vom ander ́n Baume brachte.
Und dem Geist, der über den Bund der beiden Seiten wachte,
nun schenkt im Wehen das eine, reine Kind.

Es fängt der Wind sich in so vielen Dingen,
als wüsst ́ er nicht, dass er in ihnen
kein einzig ́ Unterschied entdeckt. Nur ein Dienen,
dass durch ihn Lied wird, den einen Ursprung zu besingen.