{"id":349,"date":"2022-04-27T09:29:42","date_gmt":"2022-04-27T09:29:42","guid":{"rendered":"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/?page_id=349"},"modified":"2025-04-08T20:44:41","modified_gmt":"2025-04-08T20:44:41","slug":"malerei-dichtung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/index.php\/malerei-dichtung\/","title":{"rendered":"Malerei, Dichtung"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><br><br>Einzelbilder<br><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:18px\">Ich versuche meine musikalischen Gedanken oft mit einem Bild und Gedicht zu verbinden, sodass eine Gesamtkomposition aus Wort, Bild und Ton entsteht. Alle drei Komponenten sollen sowohl als Einheit, sowie als Einzelwerke fungieren. <br>Folgende Zeichnungen und Gedichte stellen eine Auswahl dar. Zugeh\u00f6rige instrumentale Werke gr\u00f6\u00dftenteils sind entweder <br>f\u00fcr Solocello &amp; Stimme oder Chor und Solocello geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-center\" style=\"grid-template-columns:auto 55%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p> <strong>Der Seilt\u00e4nzer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><br>Es war nichts weiter als ein Strich<br>quer \u00fcber das laue Blau geknotet<br>auf dem er sich&nbsp;<br>kerzengrade bewegte, ausgelotet<br>quer \u00fcber dieses unergr\u00fcndliche Unendlich.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Er schaute nicht hinab ins Abgrundtief,<br>wo wogend graue Masse quoll :<br>g\u00e4hnende Todesangst, die rief,<br>Niederlage, Fall und Leere, die wie toll<br>waberten um sein firmamentenes Blaumassiv.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Bewegungslos formte er \u00fcber ihm die Schritte,<br>Seilern schwankte unter ihm der Strich,<br>walzend quoll das Massig Graue,<br>das Grauen angsterf\u00fcllter Schauer!<br>Doch unbeirrt hielt er sich<br>unentwegt an einer Mitte.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Er fiel nicht, denn er wusste<br>das Seil, es war : sein Leben.<br>Ein Tanz \u00fcber das Ungreifbare, Unbewusste,<br>dem er sich, fallenlassend, hingegeben,<br>seiner Bewegung \u00fcberlassen musste.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Strengte er sich an und leistete dagegen<br>Widerstand, dann w\u00fcrde sich von unten her<br>ein graues Schwer<br>das Wissen um den Fall, nicht mehr das Fallenlassen, heben.<br>Zu leben hie\u00dfe dann : erstarren,<br>erkalten, nicht mehr das Bewahren<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">dass es nichts weiter ist als Sein, ein Strich,<br>auf dem sich&nbsp;<br>der Weg immer wieder neu erfindet.<br>Und T\u00e4nzer und Schauer &#8211;<br>Anfang, Ende und Dauer &#8211;<br>abgr\u00fcndiges Grau und Tiefen blauer<br>Firmamente, immer wieder neu verbindet<br>durch ein unergr\u00fcndlich, ewiges Gleichgewicht.<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Der-Seiltaenzer-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1064 size-full\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Der-Seiltaenzer-724x1024.jpg 724w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Der-Seiltaenzer-212x300.jpg 212w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Der-Seiltaenzer-768x1087.jpg 768w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Der-Seiltaenzer.jpg 841w\" sizes=\"auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><br><br><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><br><br><strong>Fl\u00fcge(l)sein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"592\" height=\"564\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Fluegelsein-geschnitten-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-388 size-full\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Fluegelsein-geschnitten-1.jpg 592w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Fluegelsein-geschnitten-1-300x286.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\">Ausgezogen bin ich, meine Fl\u00fcgel zu finden, <br>gefunden hab\u00b4ich, mein \u00c4u\u00dferstes zu winden.<br>Zu binden an das Innerste mein Zeitgewerde,<br>verschwinden dann der Frust und die Beschwerde.<br><br>Beschwerlich ist der Weg, das Fl\u00fcge-Werden,<br>fliege ich? Gleicht es nicht dem Schlaf, dem Sterben?<br>Immer wieder ist es sterben, jede Nacht leg\u00b4ich mich hin.<br>Doch aufrecht ist der Tag, solang\u00b4ich Mensch-geworden bin.<br><br>So nimm, was dir die Stunde in die H\u00e4nde schenkt<br>und sind sie leer, dann gewahre, wer dich lenkt.<br>Gib diesem hin die Leere deiner Stunden,<br>gib sie umsonst. Sonst bleiben sie an dich gebunden,<br><br>deine Fl\u00fcgel. Lass sie los, dann werden sie dich halten.<br>Nur so ertrinkst du nicht im Sturz der \u00e4u\u00dfersten Gewalten Gespalten hast du dann den einen von dem ander\u00b4n Fl\u00fcgel. Gestalten ringen dann um dich, um die F\u00fchrung deiner Z\u00fcgel. <br><br> Trenne nicht den Flug vom Fl\u00fcge sein,<br>l\u00fcge dein nicht falschen Reichtum ein; wage dich zum Fall aus vollem Garten, auf Dich warten, werde ich, auf deine Frage&#8230;<br> <br> Hier bin ich, nimm meiner Fl\u00fcgel beide.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><br>                                                                 <\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:auto 52%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>      <strong>Der Feuervogel Ph\u00f6nix<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Ich suchte Dich in den Sagen und Symbolen<br>und fand nichts, als ein Sich-Wiederholen<br>Deiner Farben und Gestalt. Selbst in den M\u00e4ren<br>und den alten Liedern war nichts als ein Wiederkehren<br>Deines immer gleichen Zaubers, immer gleicher Lehren.<br><br>Ich suchte Dich zwischen den Khejrizweigen<br>und fand nichts, als ein Sich-Kleiden<br>fremder Arten mit Deiner Feder.<br>Selbst unter der seltnen, oft erw\u00e4hnten Zeder<br>trieb sich nur buntes, falsches Volk und neidete Dich jeder.<br><br>Dann suchte ich Dich in den Gebirgsmassiven<br>und fand nicht mehr, als ein Sich-Vertiefen<br>ihrer eisigen H\u00f6hen. Selbst auf den Bergesspitzen<br>fand ich nicht Dein weihen Wohlgeruch, sah ich Dich nicht sitzen,<br>sah nur ein blendend, bleiches Sonnenblitzen&nbsp;<br>&nbsp;<br>&#8211; vielleicht wohnst du ja dort.<br>An diesem funkelglutend Ort,<br>den kein Menschenfu\u00df je betreten kann,<br>ohne den nie je ein Vogel sang<br>und keine Blume sich durch die Erdenschw\u00e4rze rang.<br><br>In diesem glei\u00dfend Licht<br>vermag ich es wahrlich nicht<br>Dein gekr\u00f6ntes Haupt zu finden.<br>Denn dann wirst Du mir immer fliehn und schwinden,<br>wenn sich ein Abend und ein Morgen binden.<br><br>Dann m\u00fcsste ich selbst erst sterben und vergehen<br>und als ein Strahlenwesen wieder auferstehen.<br>Willst Du mir daf\u00fcr Deine Bilder schenken ?<br>Willst Du mir daf\u00fcr mit Deiner Legende meine Schritte<br>lenken<br>und mir Dein immer gleiches Tun in die H\u00e4nde <br>senken?<br><br>Dann will ich mich zu Dir niederlegen und aus den N\u00e4chten neu entfachen.<br>Erst als ein Wurm, dann als ein Greif erwachen,<br>der mit der An- und Edelmut seines ihm eigenen Geschicks,<br>und der ihm zugewies\u00b4nen Perle, dem Zepter eines K\u00f6nigs,<br>auch genannt wird : der Feuervogel Ph\u00f6nix.<br><br>So gehe ich und versuche nun nicht mehr nach Dir.<br>Und fand Dich unerwartet, leicht \u2014 hier,<br>in meiner eignen Brust.<br>Als ein Gl\u00fchen und als Lebenslust,<br>die sich verbrennt,<br>weil sie es als ihre einzige Bestimmung anerkennt.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Phoenix-jpg-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1183 size-full\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Phoenix-jpg-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Phoenix-jpg-300x212.jpg 300w, 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Mandelbl\u00fctenh\u00fctten,<br>ja vom Mandelbl\u00fctenbaum?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">Es tr\u00e4umt Einer von Blumen im Mond,<br>von Sternenlicht in Lampen.<br>Es tr\u00e4umt Einer, dass er im Wolkenschlosse wohnt.<br>Es tr\u00e4umt Einer.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><br><br><br><strong>zu-f\u00e4llige Begegnung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:55% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"709\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/BegegnungBild-kleiner.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-448 size-full\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/BegegnungBild-kleiner.jpg 1000w, 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unbeschrieb\u00b4nen Zeit,<br>schaffen wir, durch sie verbunden, das Werk der Ewigkeit?<br><br>Lass und in dem Zwischen beider Seiten untergeh\u00b4n,<br>in kraftdurchstr\u00f6mten Wogen die atmend Weiten seh\u00b4n.<br>So viele ungeahnte Farben sind in seinen Tiefen uns geschenkt.<br>So viele Wunder uns in Lichtern aufgeh\u00e4ngt.<br>Sind solches nicht Begegnungen in einem jeden Leben,<br>geformt aus Freude an dem einfach sich-hin-geben?<br><br>Und wie ich sa\u00df auf meiner Bank und strich die Lebenslinien glatt,<br>fiel mir auf des Zufalls Fr\u00f6hlichkeit.<br>Und nur der Wind wei\u00df um den Tanz mit einem Blatt,<br>um das Lachen der Unm\u00f6glichkeit.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:auto 54%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>      <strong>Gesichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\">Sich gesichten in Spiegelgl\u00e4sern,<br>das liebt das Menschenauge,<br>das gl\u00e4sern wie eine Weinstocktraube<br>sich wiegt im Hier- und Dagewesen.<br><br>Sich gewichten auf Urteilswaagen,<br>das l\u00e4sst sein Herz erschnellt pulsieren,<br>das urgeteilt sich im Br\u00fcskieren<br>\u00fcbt, wie ein Sumoringer sich im Schlagen.<br><br>Sich gerichten \u00fcber Menschgesichte,<br>das bringt sein Stimmgeband\u00b4 zum Beben,<br>das geschichtenvoll im Auf- und Niederweben<br>sich n\u00e4hrt am Ton, bis er verlischt.<br><br>Sich gelichten am Ich-Erleuchten,<br>das scheint sein h\u00f6chstes Gut,<br>das begluckt er wie eine Vogelbrut,<br>r\u00e4ckelt sich in Sich und Sichvert\u00e4uschen.<br><br>Verdichtet ent-t\u00e4uscht Gedicht Gesichte,<br>sich als Ge-Schichte in ihren Stirnen faltend,<br>in ihren Sichten und Handeln sich veraltend.<br>Doch im Seelensein unentwegt erstrebend hin zum Lichte,<br>aus dem \u201eIch-Sich-Gesichte\u201c&nbsp;<br>hin zum \u201eDu &#8211; Allgesichte &#8211; mich errichte!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"723\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Gesichte-723x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1182 size-full\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Gesichte-723x1024.jpg 723w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Gesichte-212x300.jpg 212w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Gesichte-768x1088.jpg 768w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Gesichte-1084x1536.jpg 1084w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Gesichte-1446x2048.jpg 1446w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Gesichte-1140x1615.jpg 1140w, 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Korns,<br>wie Aquarelle flackern Kamillen<br>inmitten farbverwaschnen Rittersporns.<br><br>Auf Wegen, sonnentrunken,<br>sieht sich in dieser Schmiedestatt,<br>ein Wanderer, hitzeversunken,<br>an diesem Sommerrauschen satt.<br><br>Bargesohlt zieht er in der Flimmerstunde<br>in des Dorfes schattig Kleid.<br>Und es geht die fl\u00fcsternd Kunde:<br>\u201eDieser tr\u00e4gt den Kuss der Zeitenlosigkeit!\u201c<br><br>Sein Auge lichterf\u00fcllt,<br>von Einsamkeiten still;<br>sein Haupt von Landschaften durchw\u00fchlt,<br>vom leuchtend Farbgeschrill;<br><br>So traf ich ihn am Brunnen<br>zu kurz w\u00e4hrte unser Angesprach.<br>Dann hat die Winde \u00b4fort gesungen<br>und ich rief ihm nur leise nach:<br><br>Musst du schon wieder gehen,<br>ferner, fremder Wanderer?<br>Werden wir uns wieder sehen,<br>naher, trauter Unbekannter?<br><br>Seine Gestalt verlor sich im Luftgespiegel<br>gemalt vom hei\u00dfen W\u00fcstenwind.<br>Watend durch die Sonnentiegel<br>verschwand er im irren Lebenslabyrinth<br><br>Nur hinter meiner Sehnsucht Riegel,<br>wo die Zeitenlosigkeit beginnt,<br>trage ich sein leuchtend Siegel<br>erinner\u00b4 mich an Sein und Sommerkind.<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"715\" height=\"643\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-390 size-full\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik.png 715w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-300x270.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 715px) 100vw, 715px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Genesung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Sei getrost, sch\u00f6pf\u00b4neue Hoffnung,<br>neuen Mut, neues Licht, sch\u00f6pf\u00b4neue Kraft.<br>Auch der letzte Stein wird nicht verworfen,<br>liegt in deiner Hand zu bauen in Liebesmacht.<br><br>Hab\u00b4 Vertrauen,<br>dann wird es heilen,<br>lass es weilen,<br>du wirst staunen:<br><br>Wie sich am Ende alles<br>zusammenf\u00fcgt zur gro\u00dfen Freude.<br>\u2026 Glaube nur \u2026<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><br><br><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"727\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/nini-3-727x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-451\" style=\"width:429px;height:604px\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/nini-3-727x1024.jpg 727w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/nini-3-213x300.jpg 213w, 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Dadurch erh\u00e4lt das Werk eine zweite Dimension des Verstehens bzw. Empfindens, die durch nebenher ausgestellte oder filmbasiert mitlaufende Bilder visualisiert wird.<br>Momentan entstehen dazu kleinere Hefte, mit denen dem Betrachter und Leser Zeit geschenkt werden soll, in Worte und Bilder einzutauchen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><br><br><br>Der S\u00e4mann. Ein Leben<br>(Auszug)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Komposition f\u00fcr Cello, Stimme, Klangspiel &amp; Monochord in sieben Teilen<br><br><br><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"730\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Postkarte_Frenzel-1024x730.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1166\" style=\"width:731px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Postkarte_Frenzel-1024x730.jpg 1024w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Postkarte_Frenzel-300x214.jpg 300w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Postkarte_Frenzel-768x548.jpg 768w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Postkarte_Frenzel-1536x1095.jpg 1536w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Postkarte_Frenzel-1140x813.jpg 1140w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Postkarte_Frenzel.jpg 1771w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:13px\"><strong>Inschrift<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\">Jeder Mensch ist ein Same<br>gepflanzt in die dichte Erde<br>und jedem geb\u00fchrt derselbe Name,<br>die Erf\u00fcllung: \u201eSei und werde<br>Selbst!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:13px\"><br><br><strong>Verwandlung&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">Ihn zu s\u00e4en und Bl\u00fch\u00b4n zu sehen<br>war sein einziges Begehren.<br>Und er entschloss sich diesen schweren<br>Weg der W\u00fcste daf\u00fcr anzunehmen.<br><br>Er formte sich zum Pflug,<br>um durch den Sand zu graben,<br>denn er musste den Acker, den er in sich selber trug,<br>erst vollst\u00e4ndig verwandelt haben.<br><br>Verwandlung fordert Willen,<br>fordert: sich selbst vergessen,<br>sich nicht mit Halbheit stillen<br>und nicht mit Andern messen.<br>Sondern sich in sich-gekehrter Einsamkeit&nbsp;<br>hingebungsvoll so lange zu wandeln<br>bis die untr\u00fcgliche Gewissheit<br>steht, dass dieses Handeln<br>nicht anf\u00e4ngt und nicht endet,<br>sondern sich nur immer wieder wendet.<br><br>Als er dieses Ziel endlich begriff, erahnte,<br>h\u00f6rte er auf zu pfl\u00fcgen und gewahrte<br>wof\u00fcr er eigentlich sich hatte aufgegeben:<br>sich in die Samen als offenbarte&nbsp;<br>Willenskraft hineinzulegen,<br>als st\u00e4ndig wandelbares Regen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\"><br><br><strong>Erwachen<\/strong><br><strong><em>leise, wie ein Nachwort<\/em><\/strong><br><br>Um sich zu erinnern, muss<br>man erst vergessen, nach diesem Nichts<br>verlangen;<br>sich darin, neu entfachen,<br>um leer, weit Gr\u00f6\u00df\u00b4res zu empfangen,<br>Liebe-voll, wie einen Kuss.<br><br>An seinem Feuersiegel zu entflammen<br>und mich selbst und allen hinzugeben,<br>die es d\u00fcrstet zu erwachen<br>sei mein Sinn und sei mein Leben<br>sei: mein Selbst.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><br><br><br><br><br><strong>Liebender<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Komposition f\u00fcr Solocello, Stimme &amp; Klangspiel in drei Teilen<br><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:58% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"721\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bilder-Liebender-1-1024x721.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-862 size-full\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bilder-Liebender-1-1024x721.jpg 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<br>Bajonetten.<br><br>Sein Wort war unter ihnen leer geworden,<br>aus \u00dcberfluss an Sprachen,<br>die in ihrer Irrung den letzten Sinn ermorden,<br>mit ihm handeln, wie mit Waren.<br>&nbsp;&nbsp; <br>Sein Blick war tr\u00fcb, sein Auge mied,<br>der Andern Augenpaare Schau.<br>Er unterschied nicht mehr das Fest vom Krieg,<br>ein Jedes erstand vor ihm im gleichen Grau.<br><br>Seine Geste war Ausdruck ein- und derselben Losung:<br>\u201eSolang ich leb\u00b4, hei\u00dft\u00b4s \u201eZahn um Zahn\u201c\u201c,<br>war weder Predigt, noch Liebkosung,<br>nur gierig Streben nach Macht und Zepterwahn.<br>&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br>Doch als er begriff, dass ihm, durch der Materie&nbsp;   <br>F\u00e4denspiel,<br>sein junges Leben ausgezehrt,<br>schleppte er sich, vom Bajonett durchstochen,<br>vom drehend\u00b4 Fortschrittsnabel abgebrochen,<br>aus dem Tal hinaus zu einem fernen Berg,<br>wo er in einen tiefen, stummen Schlaf verfiel.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:auto 54%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p style=\"font-size:11px\">Wie ein Greif sich in die L\u00fcfte schraubt,<br>lie\u00df ihn erst ein fremder Atem sich wieder auferheben.<br>Fuhr unter seine Nasenfl\u00fcgel und schuf in ihm ein Streben,<br>das, im stahlgepanzerten Materienkleid nur der erf\u00fchlt,<br>der, von starrer, tauber Sinneslosigkeit verk\u00fchlt,<br>selbst darin noch an einen Sinn geglaubt.<br><br>Im Aufersteh\u00b4n h\u00e4lt er sich nur noch als Essenz in H\u00e4nden.<br>sieht sich in Bild und Gegen\u00fcber aufgespalten.<br>Nun sag mir doch \u2013 an wen der Beiden soll ich ich mich jetzt halten?<br>Soll ich mich an die Verzerrung oder an den Spiegel wenden ?<br><br>Welchen Ohren soll ich jetzt meine Worte offenbaren?<br>In wessen Augen meinen Blick ertr\u00e4nken?<br>In welche H\u00e4nden soll ich meine Gesten hineinversenken?<br>Und wer wird meine Bl\u00fcte trotz all ihrer Verg\u00e4nglichkeit bewahren?<br><br>Ach\u00b4 w\u00e4r\u00b4 ich nur im Tal der Ahnungslosen geblieben.<br>Dort k\u00f6nnte ich vergehen an \u00dcberf\u00fclle,<br>m\u00fcsste den Kern nicht scheiden von der H\u00fclle,<br>denn ich kann doch nicht den Einen vor dem Ander\u00b4n lieben<br><br>So rase ich zwischen beiden Seiten wie ein Getriebener,<br>Vertriebener durch der Marionetten Regelwerk,<br>Geschiedener auf dem wolkenumhang\u00b4nen Gesetzesberg,<br>und bin am Ende doch nur Einer: ein Liebender.<br><br>Als sein Seelengreif vertieft im Himmelsger\u00fcst versank<br>und sich dort mit dem Allerheiligsten verband,<br>h\u00f6rte all sein Fragen pl\u00f6tzlich auf<br>und er sah der Dinge ureigensten Lauf:<br>von dem Einen muss sich dass Zweite trennen,<br>um auf allen Puppenb\u00fchnen und Schaupl\u00e4tzen zu erkennen:<br>dass die Bewegung aller F\u00e4den doch nur von einem Puppenspieler r\u00fchrt,<br>der sie in seiner Hand zu einem gewaltig Werk zusammenf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"721\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bilder-Liebender-2-1024x721.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-863 size-full\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bilder-Liebender-2-1024x721.jpg 1024w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bilder-Liebender-2-300x211.jpg 300w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bilder-Liebender-2-768x541.jpg 768w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bilder-Liebender-2-1536x1082.jpg 1536w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bilder-Liebender-2-1140x803.jpg 1140w, 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unterscheiden kann.<br><br>Er schenkt nun nicht mehr nur Geb\u00e4rden,<br>sondern reicht sich umsonst dem K\u00f6nig und dem Armen hin.<br>Nicht mehr Vergeltung, nicht mehr das Sterben,<br>sondern sich zu verlieren ist sein Gewinn.<br><br>Er verlor sich ohne zu vergessen,<br>wer am Webstuhl wie ein Perpetuum die Muster wirkt.<br>Er trennte Wesentliches vom Profanen, ohne zu unterscheiden,<br>dass beides in sich das Sch\u00f6pfungswunder birgt.<br>Und er ahnte, was es hei\u00dft, sich mit Materie einzukleiden:<br>das Leben nicht mehr mit mit Fron,<br>sondern mit Freude zu ermessen.<br><br>Damit war er den Menschen ein ewig Hinterbliebener,<br>doch vor dem ewig Walten, blieb er getreuer Liebender.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><br><br><strong>Vom Urspr\u00fcnglichen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Dieser Zyklus handelt in f\u00fcnf Teilen vom Wachsen und Vergehen, vom Sein und Werden, das in der Wurzel nicht getrennt voneinander erlebt, sondern als zusammengeh\u00f6rendes Sch\u00f6pfungsmerkmal erfahren werden darf. Das Samenkorn umfasst schon den ganzen Baum, der Baum enth\u00fcllt den Samen. Immer enth\u00e4lt die eine Seite auch die andere, beide bestehen einzeln und doch nur durch ihr Gegen\u00fcber. Davon erz\u00e4hlt dieses Werk.<br><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/01Ursprung-1024x724.jpeg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 01Ursprung-1024x724.jpeg\" style=\"width:749px;height:529px\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>I Erschaffung<\/strong> [Werkauszug]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Am Anfang, aus dem Unsichtbaren, Unh\u00f6rbaren, Unfassbaren,<br>gebiert sich eine Form, ein Ton, ein Samenkorn hervor.<br>Tr\u00e4gt im Innersten verborgen, sich selbst schon, voll an Lebensjahren<br>tr\u00e4gt sogleich die Sehnsucht aus diesem Allessein zum Nichts wieder empor.<br><br>In der Erde Scho\u00df gedeihend, sprosst an ihrem Horizont,<br>w\u00e4chst und bricht sich in der Bl\u00fcte schlie\u00dflich auf zum Himmelszelt.<br>Bis sein Haupt sich wieder neigt und die Frucht zum Reifen sonnt.<br>Bis es erf\u00fcllt erstirbt und zur\u00fcck in unsichtbare H\u00e4nde f\u00e4llt.<br><br>All dies Leben, all dies Sein und Wachsen ist schon im Beginn in ihm enthalten.<br>All dies Tun und Lassen schon bestimmt durch das unnennbare Walten.<br>Nur sein Klingen, sein Erleben im Auf- und Untergang der Zeiten,<br>nur sein unbedingtes Streben zum H\u00f6chsten ist ihm eigen.<br>Aus ihm wird er sich in das Nachtgefunkel wieder neigen,<br>und als Frucht, wird sich neue Frucht bereiten.<br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><br><br><br><br><br>&#8222;<strong>Weltenwanderung&#8220;<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Inspiriert durch das Buch &#8222;Der Wunderapostel&#8220; von Hans Sterneder, ist eine Komposition f\u00fcr Solocello, 2 Stimmen und HangDrum entstanden, die mit zehn Bildern \u00fcber das Menschwerden erz\u00e4hlt. Die Wandlungen vom &#8222;Mineral&#8220; zur &#8222;Pflanze&#8220; bis zum &#8222;Stern&#8220; hinauf, sind ist als \u00e4u\u00dfere Erscheinung sichtbar, vollziehen sich aber eigentlich im Inneren. In diesem Sinn habe ich diesen &#8222;Weltenwanderweg&#8220; gesucht und in diesem Werk zum Ausdruck gebracht.<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1-Urbeginn-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-401\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1-Urbeginn-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1-Urbeginn-300x212.jpg 300w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1-Urbeginn-768x543.jpg 768w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1-Urbeginn-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1-Urbeginn-2048x1448.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Urbeginn<\/strong> [Werkauszug]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Im Urbeginn ist Nichts,<br>nur grenzenloser Geist.<br>Das Beben eines Lichts,<br>das Unnennbares hei\u00dft.<br><br>Es schwingt wie gro\u00dfer Glockenton<br>&#8211; umfassend Symphonie &#8211;<br>sch\u00f6pft unsichtbar\u00b4n Ideendom<br>in vollendet Harmonie.<br><br>Der sich dann wiederum ergie\u00dft<br>wie aus Wolken Regenf\u00e4lle;<br>und als Geistgedanke flie\u00dft<br>hin zu neuer Schwingungswelle.<br><br>Gef\u00fchrt von Flamme, Luft und Nass und Erde,<br>baut sich der Dome sichtbar\u00b4 Kleid.<br>Beginnt der Kreis des Sein und Werde<br>in dem sich Ich-Vergessen an Vollendung reiht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><br><br><br><br><strong>PEPITO<\/strong>, <strong>Eine musikalische Erz\u00e4hlung f\u00fcr kleine, gro\u00dfe und erwachsene Kinder<\/strong><\/h4>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"510\" height=\"513\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/TitelBild.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-399\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/TitelBild.jpeg 510w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/TitelBild-298x300.jpeg 298w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/TitelBild-150x150.jpeg 150w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/TitelBild-100x100.jpeg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><br>Eine Ouvert\u00fcre und Coda umrahmen die vier Jahreszeiten, die mit jeweils zwei Geschichten und selbstgezeichneten Bildern \u00fcber den kleinen Jungen Pepito und seine Erlebnisse und Abenteuer im und um das &#8222;Bauernh\u00e4usschen mit rotem Ziegeldach&#8220; erz\u00e4hlen.<br>Dazu gibt es zw\u00f6lf St\u00fccke f\u00fcr Cello Solo und Gesang, die zusammen mit den eingelesenen Geschichten auf zwei CD\u00b4s zu h\u00f6ren sind. <br>Ganz hinten im Buch sind den Texten auch Noten zu vier Liedern beigf\u00fcgt, die in Reimform \u00fcber jede Jahreszeit erz\u00e4hlen <br>und die so selbst am Klavier gespielt und gesungen werden k\u00f6nnen.<br><br><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1018\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2Bild-1018x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-616\" style=\"width:688px;height:691px\" srcset=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2Bild-1018x1024.jpeg 1018w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2Bild-298x300.jpeg 298w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2Bild-150x150.jpeg 150w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2Bild-768x773.jpeg 768w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2Bild-1140x1147.jpeg 1140w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2Bild-75x75.jpeg 75w, https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2Bild.jpeg 1443w\" sizes=\"auto, (max-width: 1018px) 100vw, 1018px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>[Ausschnitt] <strong>Erz\u00e4hlende Ouvert\u00fcre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dicht an den Bergesr\u00e4ndern, dort, wo der Fluss hurtig seine Wasserstrudel tanzen l\u00e4sst und die B\u00e4ume besonders gr\u00fcn und kr\u00e4ftig sind, steht ein kleines Bauernh\u00e4usschen mit rotem Ziegeldach. Umz\u00e4unt wird es von hohen Blumenrabatten in allen Farben und von einem St\u00fcckchen Feld, auf dem der Vater im Fr\u00fchling Kartoffeln und allerlei Getreide anbaut. \u00dcber die weiten Wiesen schl\u00e4ngelt sich ein gelber Feldweg zum n\u00e4chstgelegenen Dorf und an der Hinterseite des Hauses f\u00fchrt ein schmaler Trampelpfad zum Fluss, auf dem man im Sommer gut den kleinen Kahn tragen kann. Auf dem Hof unter dem gro\u00dfen Maronenbaum gackern ein paar H\u00fchner und Frantz, ein goldbrauner H\u00fctehund mit Schlappohren, tr\u00e4umt unter den Zweigen vor sich hin. Der Gro\u00dfvater sitzt zu ihm hinuntergebeugt auf der blauen Bank und grault ihm das weiche Fell, w\u00e4hrend die Mutter, liebevoll Mamouscha genannt, damit besch\u00e4ftigt ist, die gem\u00fctlich vor sich hin grasende Kuh Donna Susu zu melken. Irgendwo im Geb\u00fcsch strolcht der Kater Isidor umher und w\u00fchlt hier und da in einem Mauseloch oder Maulwurfsh\u00fcgel, ob denn nicht ein Kamerad zum Strolchen zu finden w\u00e4re. Aber oft verstehen die kleinen Tiere ihn nicht und verkriechen sich nur vor seinen scharfen Krallen, nur allzu gern, schnell wieder in ihren H\u00f6hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja und dann\u2026? [&#8230;&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einzelbilder Ich versuche meine musikalischen Gedanken oft mit einem Bild und Gedicht zu verbinden, sodass eine Gesamtkomposition aus Wort, Bild und Ton entsteht. Alle drei Komponenten sollen sowohl als Einheit, sowie als Einzelwerke fungieren. Folgende Zeichnungen und Gedichte stellen eine Auswahl dar. Zugeh\u00f6rige instrumentale Werke gr\u00f6\u00dftenteils sind entweder f\u00fcr Solocello &amp; Stimme oder Chor und Solocello geschrieben. Fl\u00fcge(l)sein Ausgezogen bin ich, meine Fl\u00fcgel zu finden, gefunden hab\u00b4ich, mein \u00c4u\u00dferstes zu winden.Zu binden an das Innerste mein Zeitgewerde,verschwinden dann der Frust und die Beschwerde. Beschwerlich ist der Weg, das Fl\u00fcge-Werden,fliege ich? Gleicht es nicht dem Schlaf, dem Sterben?Immer wieder ist es sterben, jede Nacht leg\u00b4ich mich hin.Doch aufrecht ist der Tag, solang\u00b4ich Mensch-geworden bin. So nimm, was dir die Stunde in die H\u00e4nde schenktund sind sie leer, dann gewahre, wer dich lenkt.Gib diesem hin die Leere deiner Stunden,gib sie umsonst. Sonst bleiben sie an dich gebunden, deine Fl\u00fcgel. Lass sie los, dann werden sie dich halten.Nur so ertrinkst du nicht im Sturz der \u00e4u\u00dfersten Gewalten Gespalten hast du dann den einen von dem ander\u00b4n Fl\u00fcgel. Gestalten ringen dann um dich, um die F\u00fchrung deiner Z\u00fcgel. Trenne nicht den Flug vom Fl\u00fcge sein,l\u00fcge dein nicht falschen Reichtum ein; wage dich zum Fall aus vollem Garten, auf Dich warten, werde ich, auf deine Frage&#8230; Hier bin ich, nimm meiner Fl\u00fcgel beide. Der Feuervogel Ph\u00f6nix Ich suchte Dich in den Sagen und Symbolenund fand nichts, als ein Sich-WiederholenDeiner Farben und Gestalt. Selbst in den M\u00e4renund den alten Liedern war nichts als ein WiederkehrenDeines immer gleichen Zaubers, immer gleicher Lehren. Ich suchte Dich zwischen den Khejrizweigenund fand nichts, als ein Sich-Kleidenfremder Arten mit Deiner Feder.Selbst unter der seltnen, oft erw\u00e4hnten Zedertrieb sich nur buntes, falsches Volk und neidete Dich jeder. Dann suchte ich Dich in den Gebirgsmassivenund fand nicht mehr, als ein Sich-Vertiefenihrer eisigen H\u00f6hen. Selbst auf den Bergesspitzenfand ich nicht Dein weihen Wohlgeruch, sah ich Dich nicht sitzen,sah nur ein blendend, bleiches Sonnenblitzen&nbsp;&nbsp;&#8211; vielleicht wohnst du ja dort.An diesem funkelglutend Ort,den kein Menschenfu\u00df je betreten kann,ohne den nie je ein Vogel sangund keine Blume sich durch die Erdenschw\u00e4rze rang. In diesem glei\u00dfend Lichtvermag ich es wahrlich nichtDein gekr\u00f6ntes Haupt zu finden.Denn dann wirst Du mir immer fliehn und schwinden,wenn sich ein Abend und ein Morgen binden. Dann m\u00fcsste ich selbst erst sterben und vergehenund als ein Strahlenwesen wieder auferstehen.Willst Du mir daf\u00fcr Deine Bilder schenken ?Willst Du mir daf\u00fcr mit Deiner Legende meine Schrittelenkenund mir Dein immer gleiches Tun in die H\u00e4nde senken? Dann will ich mich zu Dir niederlegen und aus den N\u00e4chten neu entfachen.Erst als ein Wurm, dann als ein Greif erwachen,der mit der An- und Edelmut seines ihm eigenen Geschicks,und der ihm zugewies\u00b4nen Perle, dem Zepter eines K\u00f6nigs,auch genannt wird : der Feuervogel Ph\u00f6nix. So gehe ich und versuche nun nicht mehr nach Dir.Und fand Dich unerwartet, leicht \u2014 hier,in meiner eignen Brust.Als ein Gl\u00fchen und als Lebenslust,die sich verbrennt,weil sie es als ihre einzige Bestimmung anerkennt. Das Wolkenschloss oder Es tr\u00e4umt Einer Es tr\u00e4umt Einer von Blumen im Mond,von Sternenlicht in Lampen.Es tr\u00e4umt Einer, dass er im Wolkenschlosse wohnt,bewacht von blauen Tigerpranken. Von Regen in Spieldosen, tr\u00e4umt Einer,von Sonnenglut im Herd.Dass er in Sturmkutschen f\u00e4hrt, tr\u00e4umt Einer,bespannt mit schneewei\u00dfem Pferd. Wirst du tr\u00e4umend aus dem Fenster schau\u00b4n,wenn die Wolken Tr\u00e4nen sch\u00fctten?Wirst du dem Sommerwinde trau\u00b4n,der dir erz\u00e4hlt von Mandelbl\u00fctenh\u00fctten,ja vom Mandelbl\u00fctenbaum? Es tr\u00e4umt Einer von Blumen im Mond,von Sternenlicht in Lampen.Es tr\u00e4umt Einer, dass er im Wolkenschlosse wohnt.Es tr\u00e4umt Einer. zu-f\u00e4llige Begegnung Einmal sa\u00df ich im Park auf einer alten Bank,so manchen Menschen in Ge-Dank,als es \u00fcber mir dem Wind,mit einem einzel\u00b4n Blatt zu tanzen sinnt.L\u00f6st es leise ab in meine Hand,ich drin pulsierend ein ganzes Leben fand. Die zarten Linien erz\u00e4hlten mir von unendlichen Wegen,an deren Ufern sich die Gegen\u00fcberstehenden begegnen.Ein Jeder mit seiner Lebenskarte in der Hand.Ein Jeder hinter sich sein innerstes, durchschritt\u00b4nes Land. Springen wir hinein in die uns trennend Fluten,damit wir, vertrauend, schaffen neue Lebensgluten?Tauchen wir ins Dunkle der noch unbeschrieb\u00b4nen Zeit,schaffen wir, durch sie verbunden, das Werk der Ewigkeit? Lass und in dem Zwischen beider Seiten untergeh\u00b4n,in kraftdurchstr\u00f6mten Wogen die atmend Weiten seh\u00b4n.So viele ungeahnte Farben sind in seinen Tiefen uns geschenkt.So viele Wunder uns in Lichtern aufgeh\u00e4ngt.Sind solches nicht Begegnungen in einem jeden Leben,geformt aus Freude an dem einfach sich-hin-geben? Und wie ich sa\u00df auf meiner Bank und strich die Lebenslinien glatt,fiel mir auf des Zufalls Fr\u00f6hlichkeit.Und nur der Wind wei\u00df um den Tanz mit einem Blatt,um das Lachen der Unm\u00f6glichkeit. Gesichte Sich gesichten in Spiegelgl\u00e4sern,das liebt das Menschenauge,das gl\u00e4sern wie eine Weinstocktraubesich wiegt im Hier- und Dagewesen. Sich gewichten auf Urteilswaagen,das l\u00e4sst sein Herz erschnellt pulsieren,das urgeteilt sich im Br\u00fcskieren\u00fcbt, wie ein Sumoringer sich im Schlagen. Sich gerichten \u00fcber Menschgesichte,das bringt sein Stimmgeband\u00b4 zum Beben,das geschichtenvoll im Auf- und Niederwebensich n\u00e4hrt am Ton, bis er verlischt. Sich gelichten am Ich-Erleuchten,das scheint sein h\u00f6chstes Gut,das begluckt er wie eine Vogelbrut,r\u00e4ckelt sich in Sich und Sichvert\u00e4uschen. Verdichtet ent-t\u00e4uscht Gedicht Gesichte,sich als Ge-Schichte in ihren Stirnen faltend,in ihren Sichten und Handeln sich veraltend.Doch im Seelensein unentwegt erstrebend hin zum Lichte,aus dem \u201eIch-Sich-Gesichte\u201c&nbsp;hin zum \u201eDu &#8211; Allgesichte &#8211; mich errichte!\u201c Sommerkind Zum Himmel flirren Felderin sonnenhei\u00dfer Glut,zur Erde streben W\u00e4ldernach k\u00fchler, grunder Flut. Wie Shekeres zirpen Grillenim Takt des reifen Korns,wie Aquarelle flackern Kamilleninmitten farbverwaschnen Rittersporns. Auf Wegen, sonnentrunken,sieht sich in dieser Schmiedestatt,ein Wanderer, hitzeversunken,an diesem Sommerrauschen satt. Bargesohlt zieht er in der Flimmerstundein des Dorfes schattig Kleid.Und es geht die fl\u00fcsternd Kunde:\u201eDieser tr\u00e4gt den Kuss der Zeitenlosigkeit!\u201c Sein Auge lichterf\u00fcllt,von Einsamkeiten still;sein Haupt von Landschaften durchw\u00fchlt,vom leuchtend Farbgeschrill; So traf ich ihn am Brunnenzu kurz w\u00e4hrte unser Angesprach.Dann hat die Winde \u00b4fort gesungenund ich rief ihm nur leise nach: Musst du schon wieder gehen,ferner, fremder Wanderer?Werden wir uns wieder sehen,naher, trauter Unbekannter? Seine Gestalt verlor sich im Luftgespiegelgemalt vom hei\u00dfen W\u00fcstenwind.Watend durch die Sonnentiegelverschwand er im irren Lebenslabyrinth Nur hinter meiner Sehnsucht Riegel,wo die Zeitenlosigkeit beginnt,trage ich sein leuchtend Siegelerinner\u00b4 mich an Sein und Sommerkind. Genesung Sei getrost, sch\u00f6pf\u00b4neue Hoffnung,neuen Mut, neues Licht, sch\u00f6pf\u00b4neue Kraft.Auch der letzte Stein wird nicht verworfen,liegt in deiner Hand zu bauen in Liebesmacht. Hab\u00b4 Vertrauen,dann wird es heilen,lass es weilen,du wirst staunen: Wie sich am Ende alleszusammenf\u00fcgt zur gro\u00dfen Freude.\u2026 Glaube nur \u2026 Bildreihen Die Bildreihen sind musikalische Erz\u00e4hlungen, die w\u00e4hrend des Spiels vom Musizierenden selbst gesprochen oder gesungen werden. Dadurch erh\u00e4lt das Werk eine zweite Dimension des Verstehens bzw. Empfindens, die durch nebenher ausgestellte oder filmbasiert mitlaufende Bilder visualisiert wird.Momentan entstehen dazu kleinere Hefte, mit denen dem Betrachter und Leser Zeit geschenkt werden soll, in Worte und Bilder einzutauchen. Der S\u00e4mann. Ein Leben(Auszug) Komposition f\u00fcr Cello, Stimme, Klangspiel &amp; Monochord in sieben Teilen Inschrift Jeder Mensch ist ein Samegepflanzt in die dichte Erdeund jedem geb\u00fchrt derselbe Name,die Erf\u00fcllung: \u201eSei und werdeSelbst!\u201c Verwandlung&nbsp; Ihn zu s\u00e4en und Bl\u00fch\u00b4n zu sehenwar sein einziges Begehren.Und er entschloss sich diesen schwerenWeg der W\u00fcste daf\u00fcr anzunehmen. Er formte sich zum Pflug,um durch den Sand zu graben,denn er musste den Acker, den er in sich selber trug,erst vollst\u00e4ndig verwandelt haben. Verwandlung fordert Willen,fordert: sich selbst vergessen,sich nicht mit Halbheit stillenund nicht mit Andern messen.Sondern sich in sich-gekehrter Einsamkeit&nbsp;hingebungsvoll so lange zu wandelnbis die untr\u00fcgliche Gewissheitsteht, dass dieses Handelnnicht anf\u00e4ngt und nicht endet,sondern sich nur immer wieder wendet. Als er dieses Ziel endlich begriff, erahnte,h\u00f6rte er auf zu pfl\u00fcgen und gewahrtewof\u00fcr er eigentlich sich hatte aufgegeben:sich in die Samen als offenbarte&nbsp;Willenskraft hineinzulegen,als st\u00e4ndig wandelbares Regen. Erwachenleise, wie ein Nachwort Um sich zu erinnern, mussman erst vergessen, nach diesem Nichtsverlangen;sich darin, neu entfachen,um leer, weit Gr\u00f6\u00df\u00b4res zu empfangen,Liebe-voll, wie einen Kuss. An seinem Feuersiegel zu entflammenund mich selbst und allen hinzugeben,die es d\u00fcrstet zu erwachensei mein Sinn und sei mein Lebensei: mein Selbst. Liebender Komposition f\u00fcr Solocello, Stimme &amp; Klangspiel in drei Teilen Er lebte lange im Tal der Marionetten,die ihre Tage an den F\u00e4den der Materie l\u00f6hnen,ihr, wie einem Gott, ihr taumelnd Leben fr\u00f6nen.Wo sich t\u00e4glich frisches Garn entrolltund der Stoff an die Ent-wicklung zollt.Auf deren Sieg nur richten sie ihr Ziel mit ihren Bajonetten. Sein Wort war unter ihnen leer geworden,aus \u00dcberfluss an Sprachen,die in ihrer Irrung den letzten Sinn ermorden,mit ihm handeln, wie mit Waren.&nbsp;&nbsp; Sein Blick war tr\u00fcb, sein Auge mied,der Andern Augenpaare Schau.Er unterschied nicht mehr das Fest vom Krieg,ein Jedes erstand vor ihm im gleichen Grau. Seine Geste war Ausdruck ein- und derselben Losung:\u201eSolang ich leb\u00b4, hei\u00dft\u00b4s \u201eZahn um Zahn\u201c\u201c,war weder Predigt, noch Liebkosung,nur gierig Streben nach Macht und Zepterwahn.&nbsp;&nbsp; &nbsp;Doch als er begriff, dass ihm, durch der Materie&nbsp; F\u00e4denspiel,sein junges Leben ausgezehrt,schleppte er sich, vom Bajonett durchstochen,vom drehend\u00b4 Fortschrittsnabel abgebrochen,aus dem Tal hinaus zu einem fernen Berg,wo er in einen tiefen, stummen Schlaf verfiel. Wie ein Greif sich in die L\u00fcfte schraubt,lie\u00df ihn erst ein fremder Atem sich wieder auferheben.Fuhr unter seine Nasenfl\u00fcgel und schuf in ihm ein Streben,das, im stahlgepanzerten Materienkleid nur der erf\u00fchlt,der, von starrer, tauber Sinneslosigkeit verk\u00fchlt,selbst darin noch an einen Sinn geglaubt. Im Aufersteh\u00b4n h\u00e4lt er sich nur noch als Essenz in H\u00e4nden.sieht sich in Bild und Gegen\u00fcber aufgespalten.Nun sag mir doch \u2013 an wen der Beiden soll ich ich mich jetzt halten?Soll ich mich an die Verzerrung oder an den Spiegel wenden ? Welchen Ohren soll ich jetzt meine Worte offenbaren?In wessen Augen meinen Blick ertr\u00e4nken?In welche H\u00e4nden soll ich meine Gesten hineinversenken?Und wer wird meine Bl\u00fcte trotz all ihrer Verg\u00e4nglichkeit bewahren? Ach\u00b4 w\u00e4r\u00b4 ich nur im Tal der Ahnungslosen geblieben.Dort k\u00f6nnte ich vergehen an \u00dcberf\u00fclle,m\u00fcsste den Kern nicht scheiden von der H\u00fclle,denn ich kann doch nicht den Einen vor dem Ander\u00b4n lieben So rase ich zwischen beiden Seiten wie ein Getriebener,Vertriebener durch der Marionetten Regelwerk,Geschiedener auf dem wolkenumhang\u00b4nen Gesetzesberg,und bin am Ende doch nur Einer: ein Liebender. Als sein Seelengreif vertieft im Himmelsger\u00fcst versankund sich dort mit dem Allerheiligsten verband,h\u00f6rte all sein Fragen pl\u00f6tzlich aufund er sah der Dinge ureigensten Lauf:von dem Einen muss sich dass Zweite trennen,um auf allen Puppenb\u00fchnen und Schaupl\u00e4tzen zu erkennen:dass die Bewegung aller F\u00e4den doch nur von einem Puppenspieler r\u00fchrt,der sie in seiner Hand zu einem gewaltig Werk zusammenf\u00fchrt. Da befahl er sein Herz in diese St\u00e4ttenund schlug dort den Pflock des Lebens ein.Und da \u00b4rum spannten sich die F\u00e4denund lie\u00dfen ihm ein neues Kleid erwebenaus Materie und Mysteriensein.So kehrt er heim ins Tal der Marionetten. Dort richtet er an sie sein klingend Wort,doch w\u00e4hrend es die Eine zu verstehen scheint,ist es bei der anderen verdorrt.Beide aber l\u00e4sst er bestehen, in sich vereint. Zwischen ihnen richtet er nichtund senkt seinen Blick in jeder Augenpaare Bann,das tr\u00fcbe von der Menschengleichheit spricht,obwohl sie das Grau vom Grau nicht unterscheiden kann. Er schenkt nun nicht mehr nur Geb\u00e4rden,sondern reicht sich umsonst dem K\u00f6nig und dem Armen hin.Nicht mehr Vergeltung, nicht mehr das Sterben,sondern sich zu verlieren ist sein Gewinn. Er verlor sich ohne zu vergessen,wer am Webstuhl wie ein Perpetuum die Muster wirkt.Er trennte Wesentliches vom Profanen, ohne zu unterscheiden,dass beides in sich das Sch\u00f6pfungswunder birgt.Und er ahnte, was es hei\u00dft, sich mit Materie einzukleiden:das Leben nicht mehr mit mit Fron,sondern mit Freude zu ermessen. Damit war er den Menschen ein ewig Hinterbliebener,doch vor dem ewig Walten, blieb er getreuer Liebender. Vom Urspr\u00fcnglichen Dieser Zyklus handelt in f\u00fcnf Teilen vom Wachsen und Vergehen, vom Sein und Werden, das in der Wurzel nicht getrennt voneinander erlebt, sondern als zusammengeh\u00f6rendes Sch\u00f6pfungsmerkmal erfahren werden darf. Das Samenkorn umfasst schon den ganzen Baum, der Baum enth\u00fcllt den Samen. Immer enth\u00e4lt die eine Seite auch die andere, beide bestehen einzeln und doch nur durch ihr Gegen\u00fcber. Davon erz\u00e4hlt dieses Werk. I Erschaffung [Werkauszug] Am Anfang, aus dem Unsichtbaren, Unh\u00f6rbaren, Unfassbaren,gebiert sich eine Form, ein Ton, ein Samenkorn hervor.Tr\u00e4gt im Innersten verborgen, sich selbst schon, voll an Lebensjahrentr\u00e4gt sogleich die Sehnsucht aus diesem Allessein zum Nichts wieder empor. In der Erde Scho\u00df gedeihend, sprosst an ihrem Horizont,w\u00e4chst und bricht sich in der Bl\u00fcte schlie\u00dflich auf zum Himmelszelt.Bis sein Haupt sich wieder neigt und die Frucht zum Reifen sonnt.Bis es erf\u00fcllt erstirbt und zur\u00fcck in unsichtbare H\u00e4nde f\u00e4llt. 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