{"id":1403,"date":"2025-04-16T16:54:55","date_gmt":"2025-04-16T16:54:55","guid":{"rendered":"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/?page_id=1403"},"modified":"2026-03-06T15:38:51","modified_gmt":"2026-03-06T15:38:51","slug":"zeichen-auf-dem-weg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/index.php\/zeichen-auf-dem-weg\/","title":{"rendered":"Zeichen auf dem Weg"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Dies ist die Chronik der &#8222;Zeichen dem Weg&#8220;, die ansonsten zu jedem Wochenbeginn <br>neu auf der Seite <a href=\"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/index.php\/aktuelles\/\" data-type=\"page\" data-id=\"90\">&#8222;Zu Anfang&#8220;<\/a> erscheinen.<br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Die Kraft der Entscheidung\u00a0<\/strong><br><br>Sich entscheiden meint f\u00fcr gew\u00f6hnlich, eine Sache klar von einer anderen abzuscheiden, sie zu trennen, <br>gegeneinander abzuw\u00e4gen und dann meist die bessere von beiden zu w\u00e4hlen.\u00a0<br>Man steht also mit einer Entscheidung mitten in einer Auseinandersetzung in einer dualen Welt, <br>die st\u00e4ndig ein Messen, ein Ausloten von uns fordert und die Kraft, eine der beiden Seiten f\u00fcr die Richtigere zu erachten.\u00a0<br><br>Aber im Grunde steckt in diesem Wort Entscheidung nichts anderes, als das Eine mit dem Anderen zu verbinden. <br>H\u00f6ren wir daf\u00fcr einmal dem Klang der Vorsilbe \u201eent-\u201e nach.<br>\u00a0<br>Etwas zu ent-knoten meint, etwas ungewollt Verwickeltes zu ent-wickeln.<br>Etwas zu ent-decken meint, etwas Verh\u00fclltes zu ent-l\u00fcften, es zu ergr\u00fcnden und sich zu eigen zu machen. <br>Sich zu ent-sinnen meint, den gew\u00f6hnlichen Sinn beiseite zu schieben und eine dahinterliegende Kraft <br>der Er-INNE-rung sich ent-falten zu lassen.<br><br>Sich zu entscheiden, k\u00f6nnte in dieser Auffassung also bedeuten, etwas aus seiner Zweipoligkeit zu befreien,<br> es gleichsam daraus zu \u201eent-trennen\u201c und seiner urspr\u00fcnglichen Einheit wieder zur\u00fcckzuf\u00fchren. Eine Entscheidung w\u00e4re dann nicht mehr eine Trennung, sondern die F\u00e4higkeit, etwas zum Ganzen zur\u00fcckf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Winterwanderung<br><\/strong><br>Wald liegt vor uns, wei\u00dfkristallen,<br>wie in dickgebauschte Federbetten<br>eingeh\u00fcllt. Und wie Lichtdukaten fallen<br>glitzernd-leichte Flockenketten<br>auf unsichtbare Wege.<br><br>Helljunger Schnee knirscht unter unsren Schuhen,<br>matt, denn alles ist, als l\u00e4ge<br>ein Zauber tiefer Ruhen,<br>ein Schimmer blassen Sinnens,<br>\u00fcber allen Lebenstrieben.<br><br>Es ist, als w\u00fcrde des Himmels<br>Gr\u00f6\u00dfe hinab fl\u00fcstern, wie ein zartes Lieben,<br>unter dem aller Laut erstirbt und schweigt.<br>Und nur ein Erinnern an kolorate Amseltriller<br>sich von Tannenkronen zu den Fliederzweigen neigt.<br><br>Es bleibt ein Bild an Sommerauen, die nun stiller<br>noch im Wei\u00df vergl\u00fchn, an das sich verwirrend helle<br>Kinderlachen und Juchzer, die \u00fcber See und Weiher wehen.<br>\u201eSei uns gegr\u00fc\u00dft, du Sommerbadestelle!\u201c,<br>an der wir tr\u00e4umend nun im Wei\u00dfkristall vor\u00fcbergehen.<br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Jahreswende<\/strong><br><br>Wenn sich die Jahre drehen<br>und Neu auf Alt sich f\u00fcgt,<br>soll frohes Hoffen wehen<br>und heitres Lachen, das begl\u00fcckt.<br><br>Denn aus den einzlen F\u00e4den,<br>aus Jahren und Jahrleben<br>wird sich ein Ganzes weben<br>und als ein Funkeln in den Kosmos heben.<br><br>Das sich dreht in den Weltenallen&nbsp;<br>aus Sternen und Raketen,<br>die in den Augen und im Himmel schallen,<br>und zur Jahreswend von Herz zu Herze wehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><strong>Wintersonnenwende<\/strong><br><br>Dann, wenn es in mir am dunkelsten ist,<br>wenn mein Tag fast sein Hellesein vergisst,<br>und wenn schwarz meine Nacht&nbsp;<br>\u00fcber allen H\u00e4usern wacht,<br>bin ich, ist Wintersonnenwende.<br><br>Wenn fast die Hoffnung bricht,<br>dass alle Kraft und alles Licht&nbsp;<br>in mir nie wiederkehrt,&nbsp;<br>dann bin ich unversehrt<br>und ganz, Wintersonnenwende.<br><br>Wenn der letzte Augenblick da<br>und nirgendwo mehr ein Weg nah,<br>wenn fast ein Sterben in den Augen&nbsp;<br>ist und nur noch eine Glut von Glauben,&nbsp;<br>werde ich, Wintersonnenwende.<br><br>An diesen Wintersonnentagen<br>muss dein Herz nicht l\u00e4nger zagen,<br>denn alles Dunkel nimmt ein Ende<br>und aller Morgen langt nach l\u00e4ngrer Zeit<br>und alles Leuchten streckt sich aus den Fenstern weit<br>jetzt hin, nach dieser Wintersonnenwende.<br><br>Denn ich bin. Wenn du, um mich zu schauen,<br>bis zum letzten Augenblick, mit all deinem Vertrauen&nbsp;<br>auf mich wartest, wenn du auch alles Dunkel<br>aush\u00e4ltst, werde ich dir mein Sterngefunkel<br>in dieser Nacht tausendfach als Sonne widerstrahlen<br><br>und all die Tage, all die kahlen,<br>werden lang und tief, wie ein&nbsp;<br>wogendes Sommermeer<br>und ich bin und werde kein Anderer sein:<br>als allein deine innere Lichter-Umkehr.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Engel<\/strong><br><br>Mit weiten Schwingen<br>breitet ein Engel sich<br>gro\u00df und sch\u00f6n \u00fcber Dich,<br>Halt und Warmes Dir zu bringen.<br><br>Gib Dich nur ganz<br>hin in seine Arme;<br>in dieses leuchtend\u00b4 Warme,<br>dann wird es werden, wie ein Tanz.<br><br>Ein drehend\u00b4, wirbelnd\u00b4 Aufersteigen<br>aus dieser Nacht.<br>Hinauf in eine lodernd\u00b4 Sternenpracht,<br>hinauf in atemhaltend\u00b4 Schweigen.<br><br>Dort wird Dir ein Empfang<br>aus tausendstimm\u00b4gem Chor<br>bereitet. Der in Dein Ohr<br>eingeht, als ein tosend Weltensang.<br><br>Als ein einzig Atem<br>und Fl\u00fcgelfalten,<br>der Dich tr\u00e4gt und die Dich halten<br>und Deinen ewig\u00b4 Lebensfaden.<br><br>Gib Dich nur ganz,<br>auch wenn du bangst<br>im Dunkel und im Schmerz.<br>Dann wird aus Deinem Herz<br>ein Warmes sich verbreiten,<br>ein schwingend\u00b4 Fl\u00fcgelweiten,<br>ein Engelglanz.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Die Geschichte vom Eierbecher<br><em>Ein Sonntagmorgen<\/em><\/strong><br><br>Mein liebes Leben<br>hat mir gerade eben<br>meinen Eierbecher aus der Hand<br>geschlagen. Nun ist der blaue Rand<br><br>entzwei, obwohl ich immer dachte,<br>&#8211; und wor\u00fcber ich jetzt lachte &#8211;<br>dass gerade dieser Becher unkaputtbar&nbsp;<br>w\u00e4re. Doch das war wohl so nicht wahr.<br><br>Zerbrochen in f\u00fcnf Scherben<br>erlebte ich den herben<br>Schmerz der Seins-Verg\u00e4nglichkeit.<br>Durch meine \u00dcberschw\u00e4nglichkeit<br><br>zerbrach die Form, in der mein Ei<br>an diesem Sonntagmorgen lag. Vorbei.<br>Sollte ich nun lachen oder weinen?<br>Sollte ich w\u00fctend sein und meinen:<br><br>Mein Denken l\u00e4sst sich nicht zerschlagen,<br>so wenig, wie mein Eierbecher an Sonntagen?<br>Nein, ganz einfach: mein liebes Leben,<br>das mir gerade eben<br><br>eine Form zerschlagen hat,<br>&#8211; sie hatte es wohl satt,<br>in alt-gewohnter Weise&nbsp;<br>dienlich zu erstarren &#8211; schau, ganz leise,<br><br>liebes Leben, nehme ich die Scherben<br>auf, die bisher mein Ei, jetzt ein Wunder bergen<br>und sich als L\u00e4cheln auf meine Lippen legt,<br>sich aus der Formenstarre das Geheimnis auferhebt:<br><br>Die urspr\u00fcngliche Einheit allen Seins,<br>die zerbrechen musste und pl\u00f6tzlich seiner keins<br>mehr \u00fcbrig blieb, lie\u00df sich zusammenkleben<br>zu einem neuen Leben,<br><br>einer freudeblauen Einheit aus Kommen<br>und Sein und wieder Genommen-<br>Werden. So nahm ich wieder in die Hand,<br>was zerbrochen war und jetzt auferstand<br><br>in mir selbst. Mit Blumen bemalt<br>und blauem Rand, erstrahlt&nbsp;<br>mein Eierbecher nun wieder neu an diesem Sonnentag.<br>Siehst du: ein ganzes Leben im Kleinen sich verborgen hat.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Advent<\/strong><br><br>Was, seel\u00b4ge Zeit,&nbsp;<br>bewahrest du&nbsp;<br>im Strom der Ewigkeit?<br>Was h\u00fctest du,<br><br>an Erinnerung jahrtausendlang,<br>die von einer einzigen Geburt<br>bis in mein Jetzt vordrang?<br>Welchen Raum nimmst du<br>ein in mir: Felsstadt, H\u00fctte, Tempelinnen-<br>hof? Einen kleinen Stall, der Ruh<br>den Tieren gibt und dir, um alles Innen<br>auferstehen zu lassen durch: Leben.<br><br>Was, seel\u00b4ge Zeit, ist dein Stern<br>unter all den Lampenreben?<br>Wo ist er, der Jahrtausendalte, der fern,<br>mir n\u00e4her ist, als meine eigne Hand?<br><br>Du letztes T\u00fcrchen, nach dessen kleines,<br>Bildnis, es zu \u00f6ffnen, jeder tief verlangt,<br>du zarte, sternennahe, feine<br>stille, Zeit, wirst du uns zu ihm auferheben?<br>Wird durch deinen Namen alles Leben<br>sich verwandeln und streben<br>zu diesem Stall, dem Licht, dass jeder kenn<br>und pilgert all die Tage im Advent?<br><br>Oh du seel\u00b4ge Zeit,<br>Bewahrer der jahrtausend-<br>alten, menschen-innersten Ewigkeit,<br>Weg zur einen T\u00fcr: es ist Advent.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Zwei Meister<\/strong><br><br>Es lehrten einst zwei Meister an beiden Ufern eines Flusses <br>und hatten jeder eine kleine Schar an Sch\u00fclern um sich. <br>Es kam, dass die Sch\u00fcler sich einmal trafen und nun wetteiferten, <br>welcher der Meister der bessere w\u00e4re.<br><br>Die einen sagten zu den anderen: &#8222;Seht, unser Meister kann jede beliebige Gestalt annehmen!&#8220;&nbsp;<br>Und man sah ihren Meister sich in einen Aal verwandeln, sah, <br>wie er kreuzartig durch den Fluss hin und zur\u00fcckschwamm und dann seine urspr\u00fcngliche Gestalt wiederfand.<br>Dann erg\u00e4nzten die n\u00e4chsten: &#8222;Seht, er kann auch Anderes verwandeln, wie es ihm beliebt!&#8220;<br>Da sah man den Meister eine Kr\u00f6te nehmen, sie in die Luft werfen und sie ward ein Adler.<br>Und wieder andere f\u00fcgten hinzu: &#8222;Seht, unser Meister beherrscht die Elemente!&#8220;<br>Und alle sahen den Meister in seiner Linken ein Feuer entfachen und in seiner Rechten sprudelte eine Quelle auf. <br><br>Die anderen Sch\u00fcler schauten gelassen zu und als alles Wunder geschehen war, <br>wiesen sie hinter sich auf ihren Meister und sagten: <br>&#8222;Schaut, unser Meister sitzt, wenn er sitzt.<br>Und er trinkt, wenn er zu trinken hat.&nbsp;<br>Und er ist still, wenn es still zu sein hei\u00dft!&#8220;<br>&#8222;Das, ist seine Kunst.&#8220;<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Verstehen.<br><br>Darin steckt das Stehen, der Stand.<br>Um zu stehen, muss man in Ruhe sein.<br>In einem ausgleichenden Gleichgewicht.<br>Den Sinn des Gleichgewichts birgt das Innenohr.<br><br>Verstehen.<br><br>Es ersteht aus dem inneren Ohr.<br>Aus einem Zuh\u00f6ren.<br>Um zu h\u00f6ren, muss man stille sein.<br>Und wer bis ins Innen stille ist, kann einen Sinn verstehen.<br><br>Den Sinn des Gleichgewichts.<br>Man wird Lauschender der einen Mitte.<br>Vernehmender.<br>Wie ein winddurchfuhrter Baum,<br>ein sich erneuernd, aufrichtend<br><br>Aufstehender.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>UmBRUCH\u2026 AufBRUCH\u2026 DurchBRUCH\u2026<\/strong><br><br><br>Ein Zahlenbruch ist die Darstellung eines Teiles von einem Ganzen.<br>Es ist die Aufspaltung, die Zerstreuung der Einheit in eine Vielfalt.<br><br>Mathematisch ist diese Vielfalt gegliedert in Z\u00e4hler und Nenner,<br>also in eine bestimmte Anzahl gleichgro\u00dfer Teile.<br><br>Menschlich ist sie ein Ausdruck gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Individualisierung,<br>die weder messbar, noch einordbar ist, sondern dem Gesetz des Wachstums und der<br>fortschreitenden Verwandlung unterliegt.<br><br>Pers\u00f6nlich aber ist die Vielfalt eine Aufforderung zur Wiederentdeckung der urspr\u00fcnglichen Einheit.<br><br>Ein UmBRUCH im Leben ist gleichzusetzen mit der M\u00f6glichkeit zu einer inneren Revolution.<br>Es gilt dazu den AufBRUCH aus Altem, Gewohnten zu wagen, ein Chaos zu bewirken, das<br>notwendig ist, um eine neue Ordnung herzustellen.<br>Das Vielfache des Bruches wird heruntergebrochen, wird gek\u00fcrzt, wird in Ordnung, <br>wird auf einen gemeinsamen Nenner gebracht und es entsteht ein Gleichgewicht zwischen oben und unten.<br><br>Der Bruch ist ein Verh\u00e4ltnis zweier Zahlen zueinander.<br><br>Der DurchBRUCH ist dann das Verh\u00e4ltnis des einzelnen, individuellen Menschen zu sich<br>selbst.<br><br>Er dringt zu sich hindurch und erfasst die Summe seiner Teile.<br>Er steigt \u00fcber sie hinaus und wird aus der Summe seiner Stammbr\u00fcche zu einem Ganzen.<br><br>Alles, was eben als Ergebnis erworben, als L\u00f6sung fixiert und als richtig erkannt wurde, <br>darf wieder herausgebrochen, durchbrochen werden. Nur so bleibt es lebendig.<br><br>Die feste Zahl darf sich im Bruch aufl\u00f6sen zu einem neuen Sinn.<br>Der Mensch darf seine Gleichung immer wieder neu schreiben, die Beziehung seines einzelnen Teilseins zum Ganzen <br>immer wieder in Ordnung reihen und sich in seinem Inneren erkennen, als Abbild dieses Ganzen, <br>dass mit keiner Mathematik messbar, weit mehr, als die Summe allen Teilseins<br>ist.<br><br>Und der Mensch l\u00f6st sich im Durchbruch zu dem Eingest\u00e4ndnis des&nbsp;<br>Un \u2014 Nenner &#8211; baren:<br>1\/1 = 2\/2 = 54\/54 = \u221e<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Himmelstrompeten&nbsp;<\/strong><br><br>In vertrauter Weise klingt und f\u00e4rbt sich<br>alter Sommer in den Bl\u00fcten.<br>Matt vom Leuchten in ihren mannigfaltig H\u00fcten<br>w\u00e4lzt er m\u00fcde, Erinnerung an Jenes, das verstrich.<br><br>Hielte er es fest, dann w\u00fcrde es zergehen,<br>wie eine Schwalbe fl\u00f6ge es davon.<br>Denn nur, was ohne Wollen, sachte, fromm,<br>gelassen wird, das Unhaltbare, bleibt bestehen.<br><br>Unbemerktes wars, verschenktes Sein,<br>das unsichtbar verwob, was l\u00e4ngst im Wesensgrund<br>schon an-wesentlich war. Und nur ein Mund,<br>der sieht, ein Blick, der lacht, ein geheim-<br><br>v\u00f6lliges H\u00f6ren jenes Duftens gen\u00fcgt,<br>um zu schmecken, was schon immer ist und kommt und geht:<br>Erinnerung an Anderswo, wo neuer Sommer webt,<br>wo ewig Eines, das eine Best\u00e4ndige, bl\u00fcht:<br><br>Verwandlung. Sie ist das verborgene Leben<br>in allem Lebe-Wesen. Erklingt als alte<br>Weise in den Sternen, rauschend, wie der Flug der Schwalbe.<br>Ist im Entfalten d\u00e4mmerlichter Himmelstrompeten<br><br>gleich dem Ruf des Menschen, sich zu verstr\u00f6men&nbsp;<br>sich hinzugeben an sein urinnerstes Hindurch-T\u00f6nen.<br>Damit es Leuchten werde in seiner Bl\u00fcte<br>und er das Leben mit seinem Leben beh\u00fcte.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Ein Auszug aus den Alchimischen Spiegelbildern<\/strong><br><em><strong>&#8222;Der Wanderer&#8220;<\/strong><\/em><br><br>&#8230;<br>Ich suchte das stille Lied<br>vom einen, gro\u00dfen,<br>unbekannten Namenlosen.<br>Ich suchte das Wasser des&nbsp;<br>ewigen Lebens und fand ES<br><br>im Gesang der W\u00e4lder,<br>in der verwurzelten, bewegungslosen<br>Treue der B\u00e4ume an ihre Erde.<br>Fand ES im Duft der Felder,<br>deren \u00c4hren voller Werde-<br>willen prallten, um sich<br>verwandelt im Brot zu schenken.<br>Sah ES im Flug vom Kranich,<br>im Auge der Rotkehlchen,<br>im jahrtausendalten Stein,<br>der sich von Licht<br>und Wasser wetzen l\u00e4sst,<br>in den hingesenkten&nbsp;<br>K\u00f6pfen der Bergveilchen.<br><br>\u00dcberall dort, wo das Sterben<br>nicht Untergang&nbsp;<br>war, sondern Aufgang&nbsp;<br>neuen Werdens<br>fand ich: ES.<br><br>\u00dcberall dort, wo ein \u00dcbergang<br>ging vom Einen in ein Anderes,<br>da lauschte ich ES, da schwang<br>der gro\u00dfe Atem, lag Melodie<br>von ewiger Verwandlung, Alchimie<br>die gibt und niemals haben l\u00e4sst,<br>denn ES besitzen meint&nbsp;<br>ES verloren haben, da ES<br>niemanden geh\u00f6rt, nur alles eint.<br><br>Da fand ich Angekommensein<br>in ihm. Fand Ruhe, Stillung<br>meines Durstes und Erinnerung&nbsp;<br>an lang Verlorngegangenes:<br><br>Habe ich ES,<br>dann habe ich ES nicht.<br>Habe ich ES nicht,<br>dann ist es nicht ES.<br>Denn ES IST,<br>unab\u00e4nderlich, unabl\u00e4ssig<br>immer da.<br><br>Und mein Herz schlug gleich dem Herz<br>der Rotkehlchen, ward eins mit dem Herz<br>der Steine und der Blumen, ward Bruder<br>dem Wasser, den \u00c4hren und Bruder<br>den B\u00e4umen, denn ich hatte ES in Allem<br>geschaut, hatte Sein Gesicht in Allem<br>erblickt, das zugleich starb und neu geboren wurde<br>denn es war nie Eines von beidem sondern wurde<br>immer neu und starb, weil es ewige Verwandlung war.<br>Und weil ich mich selbst in allen Dingen schaute,<br>weil ich ES in allem schaute,<br>war ich selbst verwandelt,<br>war ich ES und ES war ich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Ich bin die Welt und der Weg und der Wald<\/strong><br><br>Der Wald verbreitet etwas unermesslich Belebendes.<br>Wer wachend in ihm geht, wird eine st\u00e4ndige, bestehende Ruhe darin erfahren, <br>die ihn durchdringt, wie ein gleichm\u00e4\u00dfiger, unaufh\u00f6rlicher Regen.<br><br>Wer dann die Augen schlie\u00dft, dem kann es geschehen, <br>dass er den Regen pl\u00f6tzlich nicht mehr au\u00dferhalb von sich erlebt, <br>sondern er f\u00e4llt in ihm selbst, in seinem in seinem eigenen, innersten Raum.<br>Alles wird dann inne.&nbsp;<br>Die Welt und der Weg und der Wald.<br>Sie sind nicht mehr au\u00dferhalb,&nbsp;<br>sondern man selbst umschlie\u00dft sie ganz.<br>Man wird Kosmos.<br><br>Und in dem Kosmos fallen Sterne und f\u00e4llt Regen.<br>Und es w\u00e4chst Wald und es wachsen Menschen.<br>Ist Ruhe und best\u00e4ndiger Weg.<br><br>Jenes Sein, welches diesen innereigenen Kosmos und auch all das,&nbsp;<br>was unvorstellbar und au\u00dferhalb von ihm scheint, noch umschlie\u00dft<br>ist die unergr\u00fcndliche und unermessliche Kraft allen Lebens,<br>das in dem Moment, in dem man es inne h\u00e4lt, zu einer heiligen Gegenwart wird.<br><br>Der Wald atmet Gegenwart.<br>Und er belebt den Gehenden durch dieses Atmen.<br><br>W\u00fcrde der Mensch wie ein Wald,&nbsp;<br>er erf\u00fchre sich selbst in einem Reichtum an Atem und Leben.<br>Er w\u00e4re selbst unermesslicher, gegenw\u00e4rtiger Kosmos.<br>Er w\u00e4re Sein.<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><br><br>Ernstliche Vervollkommnung endet im Erfahren des urspr\u00fcnglichen Chaos.&nbsp;<br>Es ist nicht die R\u00fcckf\u00fchrung dahinein, aber das Aufgehen im urspr\u00fcnglichen Nicht-Sein.<br><br>Alles bisher Erfahrene, Gesuchte und Ersehnte<br>gr\u00fcndet im Entzug all dessen, was bisher als Ziel und Antwort,&nbsp;<br>was es ist oder sein k\u00f6nnte, angenommen wurde.<br>Das gefundene \u201eAlles-Eins\u201c hei\u00dft dann auch: Keiner.<br>Und das \u201eAlles-Ist-Vollkommen\u201c meint dann auch: Nichts.<br><br>Es ist das Widerfahren des Lebens selbst,<br>das sich im Nichts des Zen ausdr\u00fcckt,<br>im Advaita des Vedanta,<br>im Herabsteigen des Heiligen Geistes der Christen<br>und im L\u00e4cheln des Buddha.<br>Es spiegelt sich in der Erkenntnis eines Quantenforschers,<br>und in der Geduld eines Fischers.<br>In der Hingabe des Nicht-Gl\u00e4ubigen an seinen Nicht-Glauben,<br>im Schma Israel der Juden<br>und im aufleuchtenden Antlitz eines eben Verstorbenen.<br><br>Das Nichts ist Alles, all das, denn es beschr\u00e4nkt sich auf kein Besonderes.<br>Es ist unabh\u00e4ngig von Ort, Zeit und Tat.<br><br>Es widerf\u00e4hrt dem, der bereit ist, die \u201eNicht-Antwort\u201c in sich gelten zu lassen. <br>Die Antwort, die im letzten Moment, in dem alle vorausgegangen, gefundenen Antworten,<br>alles bisher Angenommene losgelassen wurde, wie ein gigantisches, in der Musik unspielbares Werk erklingt.<br><br>Man kann, aber man muss es nirgends suchen,<br>denn man wird es nirgends finden,<br>au\u00dfer im Sich-Selbst-Erfahren in diesem Nichts.<br><br>Die Suche nach sich selbst findet dann bestenfalls&nbsp;<br>ihre Erf\u00fcllung und Vervollkommnung<br>im Sich-Ausdehnen, Sich-Bereit-Lassen<br>und fortw\u00e4hrend bewahrenden,<br>unendlich befreienden, begl\u00fcckenden&nbsp;<br>Nicht-Selbst<br><br>oder auch,&nbsp;<br>zur Freude aller:<br>im Alles-Selbst.<br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><strong>Ob sie wissen?<\/strong><br><br>Ob die Bienen wissen,<br>wenn sie Bl\u00fcten st\u00e4ubend mehren,<br>dass sie uns mit aufgereiften Fr\u00fcchten n\u00e4hren<br>mit gelbgerissnen, duftenden Narzissen?<br><br>Ob die B\u00e4ume wissen,<br>dass sie uns mit ihrem unentwegten<br>Stehen lehren, still zu sein, auf bewegten&nbsp;<br>Pl\u00e4tzen innehalten, vor fremdw\u00fchlenden Kulissen?<br><br>Ob die Adler wissen,<br>dass wir ihren Flug beneiden,<br>gern tauschen w\u00fcrden das erdgebundne Leiden,<br>und gern uns h\u00e4tten von unseren F\u00fc\u00dfen losgerissen?<br><br>Ob der Wind wei\u00df,&nbsp;<br>der sich mit den Gr\u00e4sern unterh\u00e4lt,<br>dass uns sein Rauschen im Getreidefeld<br>tr\u00f6stet in manch leerem Stundenkreis?<br><br>Ob die Dinge wissen,<br>dass sie dienen,<br>ein Stuhl, ein Tisch, ein Bett und Holzpantinen,<br>ohne Laut, Erwartung, still beflissen?<br><br>Ob der Mensch wei\u00df,<br>was sein Amt ist hier auf Erden<br>und welchem Sinn und welchem Werden<br>er dient, wie Stuhl und Tisch und Bett so leis?<br><br>Ob die Menschen wissen, dass sie allein&nbsp;<br>mit Sinn und Herzen schauen,<br>dass sich alles gleicht im Dienen<br>und sie selbst sich nur getrauen&nbsp;<br>m\u00fcssten zu fliegen, in Gott hinein,<br>wie Adler, Wind und Bienen?<br><br>Ob sie wissen?<br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><br><strong>Farbexplosion<\/strong><br>Ein Jubelruf&nbsp; zum Erntesegen<br><br><br>Grau sind des Herbstes erste Fr\u00fch\u00b4n,<br>grauer noch sein Abend.<br>Man erz\u00e4hlt, azurblausuchend, von den Sommerm\u00fch\u00b4n,&nbsp;<br>sich, braungebrannt, am Feuer labend.<br><br>Glutrot prasselt es, den \u00c4pfeln gleich,<br>die rund und sich err\u00f6tend neigen,<br>harrend dem Fall ins wiesengr\u00fcne Reich,<br>wissend ob seinem farbenvollen Schweigen.<br><br>Aus dessen umgeworf\u00b4nen, schwarzen Schollen<br>perlt mir lebendig Gold entgegen.<br>Aus apricot-, karmin- und umbrafarb\u00b4nen Wurzelstollen,<br>entspringt aus ihm ein gnadenvoller Erntesegen!<br><br>Dazu die Felder, gelber, sturmgebeugter \u00c4hre!<br>Die W\u00e4lder, die schillernd leuchten, wie als w\u00e4re<br>ein Regenbogen am Himmel explodiert<br>und h\u00e4tte all sein Funkeln auf alles Blattwerk reflektiert!<br><br>Darin auch Astern strahlen, Zinien, Sonnenhut,<br>Anemonen, Dahlienbl\u00fcten, Eisenhut!<br>Ein Pflaumenblau, ein Birnenblond,<br>und eine Chrysantheme, die sich im zarten Rosa sonnt!<br><br>Aber wie nun? Wie dieser F\u00fclle Gen\u00fcge bringen?<br>Wie danken? Wem? Und welchem H\u00e4ndler,<br>der aus H\u00f6rnern gie\u00dft und sch\u00f6pft in Ringen<br>die Jahre &#8211; seine Ware, wie ein Verschwender\u2026?<br><br>Nur durch ein Sich-Selbst-Verschwenden,<br>ohne Lohn und Dankeshymnen zu erwarten.<br>Nur durch ein Bewegen in den eignen H\u00e4nden,<br>was an Fr\u00fcchten reifte, in dem geschenkten Lebensgarten.<br><br>Nur dann wird das Grau der Morgenfr\u00fch\u00b4n<br>sich wandeln in eine vielgebl\u00e4ttert Farbenrose.<br>Und in den erntedankend Seelen bl\u00fch\u00b4n,<br>wie eine fr\u00fchlingshafte Herbstzeitlose.<br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><br><strong>Verkehrte Welt<\/strong><br><br>Statt B\u00e4umen stehen Hochhausw\u00e4lder,<br>statt Sternen Satelliten.<br><br>Statt Augen blicken Eye-Phones,<br>statt M\u00fcndern lachen Masken,<br>statt H\u00e4nden reicht man Treuekarten.<br><br>Verkehrte Welt, warum?<br>Um \u2014 gekehrt<br>zu schauen:<br><br>All dieses Kopfst\u00e4ndige bin ich.<br>Ist mein eigenes Auge, was alles Licht<br>im Inneren gebrochen,&nbsp;<br>auf dem Kopf stehend sieht.<br><br>Drehen wir also alles wieder um<br>und betrachten mit dem&nbsp;<br>inneren Auge alles wieder richtig rum.<br><br>Dann werden B\u00e4ume und Sterne<br>im Inneren wachsen<br>und ein Auge wird blicken<br>und ein Mund wird lachen<br>und eine Hand wird sich treu<br>in die andere legen,<br><br>zum Zeichen, dass alles Verkehrte&nbsp;<br>seinen Sinn gefunden hat:<br>sich umzukehren<br>zum rechten Ma\u00df.<br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br>Die G\u00f6ttlichkeit dr\u00fcckt sich f\u00fcr jeden Menschen in einer anderen, ihm gem\u00e4\u00dfen Art und Weise aus.<br><br>Der Eine findet sie im Niederknien am Altar eines Gebetsraumes.<br>Der N\u00e4chste beim Anschauen des neuesten Ferraris in der Sportzeitschrift.<br>Wieder Einer w\u00e4hrend des Putzens des Badezimmer <br>und ein Anderer in der Anschauung einer vollendeten Dahlienbl\u00fcte.<br><br>Wer die G\u00f6ttlichkeit in etwas sehen m\u00f6chte, der wird sie sehen.<br>Wer sie nicht sehen will, dem bleibt sie verborgen.<br><br>Die G\u00f6ttlichkeit in sich zu befreien meint vor allen Dingen, <br>sie erst einmal in sich selbst anzuerkennen. <br>Dann wird man sie in jedem Detail des Lebens erkennen, <br>welches selbst den Begriff der G\u00f6ttlichkeit noch \u00fcbersteigt,&nbsp;<br>denn es umschlie\u00dft alle menschlich vorstellbaren Grenzen <br>mit seiner unvorstellbaren Gr\u00f6\u00dfe, Ordnung und allumfassenden Liebe.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Wenn man versucht zu erkl\u00e4ren, wie die Ureinheit gleichzeitig eins und dennoch Vielfalt sein kann, <br>so sei einem die Sonne lebendiges Bild. <br>Als Einheit bleibt sie Licht, dass in in Myriaden Sonnenstrahlen teilt und \u00fcberall dorthin gelangt, <br>wo etwas \u201edurchl\u00e4ssig\u201c geworden ist. <br><br>Wenn in einem finsteren Kerker irgendwo ein Spalt ist, wird sie auch im finsteren Kerker leuchten. <br>Sich entz\u00fcnden zu lassen vom Lichtstrahl der Ureinheit, darauf zu balancieren und weder vor der steigenden Hitze, <br>noch davor zur\u00fcckzuschrecken, dass das \u00e4u\u00dfere Auge im Angesicht der Sonne erblindet <br>und letztlich bereit zu sein, sich in ihrem vielfachen und doch ungeteilten Feuer aufzugeben, <br>ist doch die sch\u00f6nste Aufgabe jeden Lebewesens. <br><br>Alles streckt sich zum Licht und lebt aus ihm, <br>denn alles balanciert auf den unz\u00e4hligen Pfaden zur\u00fcck zu seinem Ursprung.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Oft spricht man vom \u201eGehen des Weges\u201c oder fragt: \u201eWie geht es dir?\u201c.&nbsp;<br>Nun, was meint dieses \u201eGehen\u201c denn eigentlich, was bedeutet und fordert es von uns?&nbsp;<br><br>Ganz einfach ausgedr\u00fcckt meint es, ein unsichtbares Fortschreiten durch Raum und Zeit in dieser, uns sichtbaren Welt.&nbsp;<br><br>Nun h\u00e4ngt dieser Fortgang aber mit der mehr oder weniger bewussten Auffassung <br>von diesen beiden Faktoren, Raum und Zeit, zusammen.&nbsp;<br>Wer den Raum nur als eine Begrenzung verschieden abgeteilter Einheiten betrachtet, also beispielsweise die Trennung \u201eDu\u201c und \u201eIch\u201c vollzieht oder \u201eHier\u201c und \u201eDort\u201c, und die Zeit als eine dreiteilige Abfolge aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, als messbare Einteilung verschiedener Abl\u00e4ufe, der wird fr\u00fcher oder sp\u00e4ter vor einer gro\u00dfen Leere stehen, die Leere der begrenzten, endlichen Welt. Eine Leere, die meistens Furcht bereitet und nur schwer aushaltbar ist, m\u00f6chte man doch am liebsten unendlich und ewig sein.&nbsp;<br><br>Es ist die Leere des \u201eZwischen\u201c, die Leere zwischen zwei, durch den Menschen selbst geteilten, R\u00e4umen oder Raumk\u00f6rpern und die Leere des Nicht-Wissens. Das Nicht-Wissen des, vor seiner Weltzeit, Nicht-Erlebten, sozusagen das Vorgeburtliche , woran er sich nicht mehr erinnert oder aber dem folgenden Nicht-Wissen des Zuk\u00fcnftigen, das er nicht vorausschauen kann.<br><br>Erhebt sich das Bewusstsein hingegen auf eine raum- und zeitlose Ebene, d.h. wird es zu einem ungeteilten, \u00fcber-raumzeitlichen Schauen, indem der Raum zu einer Einheit sich bewegenden, manifestierten Lebens wird, <br>das in verschiedenen Formen miteinander im Zusammenhang steht (das\u201eDu\u201c und \u201eIch\u201c also nicht getrennt voneinander existieren, sondern jetzt zu ein- und derselben sch\u00f6pferischen Welle geh\u00f6ren) <br>und die Zeit zu einem, alle drei Zust\u00e4nde umfassenden Ganzen, d.h., dass die Zukunft schon dem erlebten Jetzt eingefleischt und diese in der Vergangenheit bewahrt wird, dann erw\u00e4chst pl\u00f6tzlich eine wunder- und heilsame, gro\u00dfe Freiheit.&nbsp;<br><br>Die Freiheit \u00fcber der scheinbar begrenzten, vorherrschenden Raum-Zeit-Dimension zu stehen <br>und Mitgestalter seines eigenen Weges zu werden.&nbsp;<br>Die Freiheit, die sich er\u00f6ffnet, weil man die Angst vor einem vermeintlichen Ende des Weges abgelegt hat, <br>die Angst, ein Ziel, ein Ideal nicht zu erreichen. <br>Man nimmt das Gehen des Weges voller Freude an, da man \u201edurchsichtig\u201c durch Raum und Zeit sehen und gehen gelernt hat.&nbsp;<br>Es sind keine Grenzen mehr aus Mauern und Uhrenzeigern, sondern alles ist in einem grenzenlosen Moment&nbsp; enthalten.&nbsp;<br><br>Auf die Frage \u201eWie geht es dir?\u201c lie\u00dfe sich dann antworten:&nbsp;<br>\u201eEs geht sich, als w\u00e4re kein Raum und als st\u00fcnden ich und die Zeit still. Denn ich selbst bin das Ganze und \u00fcberschaue es als eine Einheit. Raum und Zeit, der Weg ist durchsichtig geworden. Ich selbst bin durchsichtig \u201edurch-sehend\u201c geworden und erlebe die Freiheit des ewigen Gehens des Weges, der ohne Anfang und ohne Ende: IST.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Geheimnis<\/strong><br><br>Was ist dieses Kleine,<br>Unsichtbare, ewig Geheime,<br>das Einem in der Brust rei\u00dft,<br>wie ein wildes Tier das Zahme bei\u00dft?<br><br>Was ist jenes Wilde,<br>das dieses Kleine, Milde<br>brechen will und fassen,<br>anstatt es Geheimes sein zu lassen?<br><br>Ein Kampf in meiner Brust,<br>eine Jagd und vor dem J\u00e4ger Flucht.<br>Schlie\u00dflich ein Biss, ein Schuss und stumm<br>gibt es keine Antwort mehr auf mein Warum.<br><br>Warum schie\u00dft ein Strom unaushaltbaren<br>Sehnens, ein Quell reinen, klaren<br>Heimwehs nach dir, du Geheimes,<br>bis in die letzten Fasern meines&nbsp;<br><br>Innersten? Unendliches Dr\u00e4ngen<br>des Kleinen, das sich in wilden F\u00e4ngen<br>anheim gibt an das Gro\u00dfe, das es nimmt<br>und isst und sich verdauend erst besinnt,<br><br>dass das Kleine st\u00e4rker war als Er.<br>Denn es wollte nicht mehr,<br>als sich Schenken und ganz Hingeben,<br>Eines-Werden mit dem gro\u00dfen Leben.<br><br>Da ward das Kleine gro\u00df und Wildes<br>zahm geworden. Denn Mildes<br>wird stets die Sehnsucht dessen sein,<br>der den Ruf vernimmt: Geh Heim!<br><br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Genesung<\/strong><br><br>Sei getrost, sch\u00f6pf\u00b4neue Hoffnung,<br>neuen Mut, neues Licht, sch\u00f6pf\u00b4neue Kraft.<br>Auch der letzte Stein wird nicht verworfen,<br>liegt in deiner Hand zu bauen in Liebesmacht.<br><br>Hab\u00b4 Vertrauen,&nbsp;<br>dann wird es heilen,<br>lass es weilen,<br>du wirst staunen:<br><br>Wie sich am Ende alles&nbsp;<br>zusammenf\u00fcgt zur gro\u00dfen Freude.<br>&#8230;glaube nur&#8230;.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Nascimur<\/strong><br><em>Ein Zauberwort&nbsp;<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Ein Kind fragt<br>\u201eWie sind wir entstanden?\u201c<br>und Du suchst in verwandten<br>Begriffen ihm das \u201eUr\u201c<br>zu kl\u00e4ren, jenes Nascimur.<br><br>Ein Kind fragt:<br>\u201eWohin werden wir denn gehen?\u201c<br>und Du musst ihm gestehen,<br>Du wei\u00dft es nicht, nur,<br>dass dieses ist: das Nascimur.<br><br>Ein Kind fragt:<br>\u201eWas ist es: Nascimur?\u201c<br>und Du wirst aus lateinischer Natur<br>zu \u00fcbersetzen suchen,&nbsp; dass Du nur dieses wei\u00dft,<br>dass es \u201ewir werden entstanden\u201c hei\u00dft.<br><br>\u201eAlso ist jenes Nascimur<br>ein Zauberwort?\u201c, fragt dich&nbsp;<br>das Kind. Und Du, du sprichst:<br>\u201eJa. Siehe, es ist der Wesen Grundgeheimnis,<br>dass nicht sie tun, sondern ES. Vergiss<br><br>dass nie, mein Kind, denn ES<br>geschehen lassen meint, in sich, dort<br>tief in sich selbst, das Zauberwort,<br>das Wunder, dieses ES,<br>das Ur<br>erkennen: Nascimur.<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><br><br><strong>Das Lachen der Ewigkeit<\/strong><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Die Beschleunigung und Schnelllebigkeit, dieses seltsam moderne Wort \u201eStress\u201c, <br>entsteht nur im Zusammenhang mit dem Begriff \u201eZeit\u201c.&nbsp;<br><br>Er r\u00fchrt von der Sehnsucht nach Ewigkeit, dass wir alle Dinge am liebsten sofort, dauerhaft und zugleich haben wollen und auch tats\u00e4chlich versuchen, sie uns beliebig oft zur Verf\u00fcgung zu stellen und festzuhalten. Die Zeit wird dann zu einem sich selbst \u00fcberholenden Lauf und man f\u00e4ngt an in ihr zu stolpern. Ein Rausch, deren Sogwirkung immer st\u00e4rker wird.&nbsp;<br><br>F\u00e4ngt man an ewig zu denken, dann erh\u00e4lt alles die ihm entsprechende Dauer und wird von Anbeginn vollendet sein.&nbsp;<br>Denn Ewigkeit ist dauerhaft und alle Zeit ist in ihr vollkommen.<br><br>Halten wir also einmal einen Moment inne und gehen, wie Momo, r\u00fcckw\u00e4rts. <br>Dann bleiben die grauen M\u00e4nner des Stresses hinter einem und man muss nicht mehr gegen die Zeit ank\u00e4mpfen.<br><br>Dieses R\u00fcckw\u00e4rtsgewandtsein, dieser R\u00fcckschritt bedeutet dann nicht R\u00fcckfall in eine steinzeitliche Vergangenheit und wirkt auch nicht dem modernen Fortschritt entgegen, sondern meint das sich sinnbildliche&nbsp;&#8222;auf seine vier Buchstaben\u201c setzen. <br>Die vier Buchstaben des unaussprechlichen Namens Gottes: JHWE, Jahwe.&nbsp;<br><br>Es meint sich tief in der Ewigkeit zu verankern und anzufangen aus ihr heraus zu denken. In ihrem Angesicht dehnt sich alle Zeit dann pl\u00f6tzlich aus und man f\u00e4ngt an, auf wundervolle Weise \u00fcber all die Hektik und sein eigenes Stolpern zu lachen.<br><br>Man beginnt sich, in der Langsamkeit seiner eigenen Mitte, dem Zentrum der Zeit, dem H\u00fcter Meister Hora, zu n\u00e4hern und seinem tiefsten Wesenskern, seiner ewigen, innereigenen Stundenblume.<br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left has-medium-font-size\"><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Sonnenwende.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">\u00dcberall dort, wo etwas seinen h\u00f6chsten Stand erreicht, kommt es zu einer Wende, einer Umkehr, <br>um das einmal Erreichte wieder loszulassen und neu zu werden.<br><br>Ein Preistr\u00e4ger muss von seinem errungenen Podest wieder herabsteigen und sich neu seiner<br>Leistung \u00fcben.<br>Der gef\u00fcllte Einatem muss wieder losgelassen werden, um sich im Ausatem neu zur\u00fcckzuholen.<br>Die Sonne wendet sich, wie man sich von einer erklommenen Bergesspitze abwendet, um nach<br>Hause zur\u00fcckzukehren.<br><br>Es ist der Weg des st\u00e4ndigen Sich-Loslassens, das Aufgeben eines einmal gewonnenen<br>Standpunktes, das immer wieder Sich-Hingeben, damit etwas Anderes kommen kann.<br><br>Sonnenwende.<br><br>Hinwendung zum Hingeben.<br>Hinwendung zum Aufgeben.<br>Hinwendung zur Auf-Gabe.<br><br>Hinwendung zum Wesentlichen.<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Der Mensch ist ein gefesselter Gott. <br>Doch hat er sich selbst in Fesseln gelegt, weil er K\u00f6nig sein will \u00fcber alles, so auch \u00fcber das gro\u00dfe Leben. <br>So hat er es in Ketten gelegt und eingesperrt und regiert befehlend, rechthaberisch,<br>besitzend und fordernd sein ihm zugedachtes Reich.<br><br>Irgendwann merkt er aber, dass er den Lauf der Sonne nicht bestimmen kann und auch nicht die Wolken, die sich vor sie schieben. Wenn ihn diese fehlende Macht dann gen\u00fcgend leidend macht, <br>wenn es ihn gen\u00fcgend st\u00f6rt und er nach \u201emehr\u201c verlangt, dann wagt er sich vielleicht die Kerkertreppe hinunter <br>und er sieht seinen Gott, den er in Fesseln gelegt hat, weil er dachte, dadurch st\u00e4rker zu sein, als ER. <br>Dabei hat SEINE Liebe sogar die Fesseln ertragen. <br><br>Und wenn der Mensch dann irgendwann merkt, dass er die Sonne nicht befehligen kann, weil er sich von ihr abgeschnitten hat und dass er selbst den Wolkenvorhang vor seinem Innersten zugezogen hat und dass allein er sich von seinen Ketten befreien muss, ohne Angst vor der Gr\u00f6\u00dfe seines Gottseins, wenn er einsichtig wird und sich sein Doppelauge schlie\u00dft, das ihn geteilt hat, als K\u00f6nig abgespalten hat von Gott, dann nimmt er seinem G\u00f6ttlichen die Fesseln ab und f\u00fchrt ihn zu seinem Thron, damit ES herrsche und der Mensch in seinem Reich K\u00f6nig bleibe, um IHM zu dienen. Ein K\u00f6nig, der nicht aus Eigenwillen oder W\u00fcnschen, Regieren oder Bitten regiert, auf dass sie ihm erf\u00fcllt werden, dass die Sonne ihm gehorcht. Nein, K\u00f6nig, der die Wolken vor seiner Brust zerrissen hat, weil er erkannte, dass er darin EINS ist mit der Sonne. Und die g\u00f6ttliche Sonne niemandem gehorcht, aber sich wandelt und leuchtet f\u00fcr den, der sein K\u00f6nigreich im Sein ausgebreitet hat und der darum Sonne, Wolken und K\u00f6nig ist, eins mit dem Sein, das Gott ist.<br><br>Mensch, habe keine Angst mehr vor deiner G\u00f6ttlichkeit. <br>Und vor der Unendlichkeit, die sich auftut, wenn man zur Sonne wird, die immer strahlt, welchen N\u00e4chten und Wolken man auch hinterherjagt, um sie nicht zu sehen.<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><br><strong>Der Bogensch\u00fctze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Sein Ziel war nicht Erfolg,<br>der auf der Medaille gold<br>dem Sieger auf geschwollner Brust ergl\u00e4nzt,<br>mit Stolz und Ehre kurz kredenzt.<br><br>Sein Ziel warn nicht die Kreise,<br>die es auf bestimmte Weise<br>pr\u00e4zise, scharf zu treffen gilt.<br>Dort um den kleinsten Punkt zu feilschen,<br>nur um nach noch mehr Ruhm zu heischen,<br>der das danach verlangend Auge stillt.<br><br>Sein Ziel war nicht Troph\u00e4e,<br>nicht Vogel, Schwein, nicht Rehe.<br>Auch nicht eines Menschen Tod,<br>den der Pfeil leicht-fertig holt.<br><br>Nein. Sein Ziel war nicht,<br>was durch Schwerkraft als Gewicht<br>\u00e4u\u00dferlich schweren Eindruck hinterl\u00e4sst,<br>nach dem sie die tr\u00e4ge Masse dr\u00e4ngt<br>und alle Leere in die Enge zw\u00e4ngt,<br>damit sie nicht nach ihrem Golde f\u00e4sst.<br><br>Denn diese Leere auszuhalten<br>ist mehr, als mit geballtem<br>Willen und umgesetzten Muskelkr\u00e4ften<br>strohern oder goldne Scheiben treffen.<br><br>Einzig dieses zur\u00fcckgezogene<br>Nichts war sein Verlangen &#8211;<br>fest wie eine erzumworbene<br>Sehne, an die er sein ganzes Herz gehangen.<br><br>Und er entschlie\u00dft sich. Legt<br>einen Pfeil. Bewegt<br>sacht seine Hand<br>und spannt<br>all seine Sehnsucht.<br>Und l\u00f6st &#8211; ohne Wucht &#8211;<br>aus seinem Bogen einen Glauben&nbsp;<br>mit geschlossnen-sehend Augen.<br><br>Schie\u00dft. Und trifft. Weil er sein Ziel nicht nannte,<br>sondern nur das Einszuwerden und -zusein erkannte.<br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Sehnsuche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br>Kinderaugen schauen ferngesichtig,<br>wie innerblickend, weltenweit<br>in fremde Horizonte, die durchlichtig&nbsp;<br>raumlos sind und ohne Zeit.<br><br>Irisknospen, die ihre Bl\u00e4ue,<br>wie einen Pfeil, in gr\u00f6\u00dfter Spannung halten,<br>sind wie himmelslobend scheue<br>Seraphim, die ihre Fiederfl\u00fcgel falten.<br><br>Augen und Blumenknospen malen<br>aus tiefer, and\u00e4chtiger Innerkeit<br>ein Bild aus Farbenstrahlen,<br>ein Lichtgeflecht aus Ewigkeit.<br><br>Sie strahlen und tr\u00e4nen<br>und zarten wie Regenbogenhaut<br>und spannen Fasern und Ach\u00e4nen,<br>als h\u00e4tten sie ein Wunder fern geschaut.<br><br>Und es schlummert in beiden,<br>der Kinder- und der Blumeniris<br>\u00fcber alle R\u00e4ume und Zeiten<br>ein feines, bl\u00fctenreines und schieres<br><br>Sehnen nach Vollkommenheit.<br>Doch wissen beide, dass es immer<br>ein unf\u00fcllbares Sehnsuchen bleibt<br>ein unreichbarer Regenbogenschimmer.<br><br>Und je n\u00e4her man ihm ist, umso dunkler<br>fernt der Horizont. Doch zugleich ist<br>auch im Blumen- und im Augenfunkel<br>jenes Wissen, dass schon alles ist;<br><br>anwesentlich im tiefsten Kern,<br>in der irisumschlossenen Pupille,<br>im von Dombl\u00e4ttern getragnen Irisstern,<br>Bund der Erde mit dem Himmel,<br>vollendeter, liebesdurchlichter Wille.<br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br><strong>Das gro\u00dfe L\u00e4cheln&nbsp;<\/strong><br><br>Das gro\u00dfe L\u00e4cheln&nbsp;<br>ist nicht l\u00e4cherlich,&nbsp;<br>es ist auch nicht erhaben.<br>Es ist wie leises Windesf\u00e4cheln,<br>der liebend \u00fcber meine Wangen strich,<br>als wollte er mir sagen:<br><br>\u201eSchau, dein gro\u00dfes Lebensleid<br>ist nicht gr\u00f6\u00dfer, als die starken Eichen sind.<br>Ich komm als Wind in sie hineingebogen&nbsp;<br>und raune dunkle Weisen in ihr Kleid.<br>Es setzt sich ein Pirol in sie und singt<br>sein Sehnsuchtslied, so langgezogen,<br><br>dass es dir im Herzen weht.<br>Dabei ist doch Leid nicht fern dem Lied<br>und Lied nicht fern vom Leben.<br>Lebensleid sei Lied, das sich erhebt<br>aus Eichen und aus dir!\u201c Und es blieb<br>in mir sein Wort, wie raunend Schweben,<br><br>wie k\u00f6nigliches Schweigen.<br>Erhaben, wie die starken Eichen<br>sind, wie leises Windesf\u00e4cheln,<br>in das sich Baum und meine Krone neigen.<br>In dem sich alle Wangen gleichen<br>als liebend, langgezogenes, gro\u00dfes L\u00e4cheln.<br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br>Was ist das Wesen eines Menschen?<br>Es ist die Weise, in der das unbedingte g\u00f6ttliche Sein in individueller Weise in ihm anwesend ist und in ihm und durch ihn offenbar werden m\u00f6chte. Die Erfahrungen, mit denen das Wesen in das Bewusstsein des Menschen einbricht, sind vielf\u00e4ltiger Natur. Angefangen von einem vom Unerfahrenen meist nicht beachteten, von der Qualit\u00e4t des Numinosen erf\u00fcllten hauchzarten Anger\u00fchrtsein bis hin zu den gewaltigen Einbr\u00fcchen der Transzendenz, die den Menschen schlagartig aus der Gefangenschaft seines Welt-Ichs befreien, gibt es die Seinserfahrung und Seinsf\u00fchlung in unendlich vielen Formen und Graden der Tiefe.<br><br>Diese ganz andere in uns aufbrechende Dimension kann urpl\u00f6tzlich in unendlicher Begl\u00fcckung als eine in uns aufbl\u00fchende Verhei\u00dfung erfahren werden. Mit einem Schlage hat alles, auch das, was uns als weltliche Gegenst\u00e4ndlichkeit umgibt, einen v\u00f6llig anderen Sinn. Ebenso erf\u00e4hrt der von einer Seinserfahrung Beschenkte, dass er selbst in seinem bedingten Welt- Ich im &#8222;Grunde&#8220;, d.h. in seinem Wesen, etwas ganz anderes, d.h. ein anderer ist, von dem in der Welt zu zeugen aber seine eigentliche Aufgabe ist. <br>Denn in diesen Seinserfahrungen erf\u00e4hrt der Mensch nicht nur eine Befreiung aus den Weltn\u00f6ten seines Ichs, sondern -und das ist das entscheidende Kriterium ihrer G\u00fcltigkeit &#8211; eine neue Verpflichtung. Er vernimmt einen Ruf. Er h\u00f6rt wirklich das ihm &#8222;eingeborene Wort&#8220;, in dem er nun zu antworten hat. <br><br>Dieses Erwachen zu seinem Wesen &#8211; erlebt aus Befreiung vom Bann der Bedingtheiten und als Ruf und unabweisliche Verpflichtung&nbsp; &#8211; ist die Einweihung, das initiatische Erlebnis in Gestalt eines Aufgehens des Tores zu dem in uns innewohnenden Geheimnis.<br><br>(Auzug eines Textes von Karlfried Graf D\u00fcrckheim)<br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">&#8222;Ein neues \u00c4on zeichnet sich ab und das Leben wird gef\u00e4hrlich und t\u00f6dlich f\u00fcr den,<br>der nicht mitw\u00e4chst und sich weigert durch Tod und Auferstehung zu gehen und neu zu werden, <br>selbst wenn es die Mehrheit der Menschen ist, die den Schritt nicht tun will, sondern im Alten h\u00e4ngenbleibt.&nbsp;<br><br>Der Mensch muss sich innerer Mittel bedienen und in das Mysterium der Verwandlung eingehen, <br>um selbst jenes Wachsen zu sein, das uns sonst in Angst versetzt,<br> weil wir nicht begreifen, dass wir selbst das neue Zeitalter sind.&#8220;&nbsp;<br><br>(Dr. Maria Hippius)<br><br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Des Kaisers neue Kleide<\/strong>r<br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Gedanken sind wie Gew\u00e4nder:<br>man legt sie an und nieder<br>man bindet sie, als w\u00e4rens G\u00fcrtelb\u00e4nder,<br>man wirft sie weg, sie kehren wieder.<br><br>Man tr\u00e4gt sie schillernd oder matt,<br>schmiegt sich in schweren Goldbrokat<br>mit funkelnd, geistesblitzen Edelsteinen,<br>man kleidet sich in lichtes Leinen<br>oder begn\u00fcgt sich auch mit einem Feigenblatt.<br><br>Wer nun wagt es des Kaisers<br>neue Kleider zu probieren?<br>Und blo\u00dfer Haut sein reines<br>Kleid vor aller Leute Blick zu pr\u00e4sentieren?<br><br>So, als w\u00e4re <em>Nichts<\/em> zu tragen<br>das sch\u00f6nste Tuch und das reinste&nbsp;<br>Gewirke jenes: nichts zu haben,<br>nicht mal dieses Kleinste:<br><br>Gedanken, die einen wie Gewebe umspinnen<br>und in wirren oder ordnend F\u00e4den umgeben.<br>Sie g\u00e4nzlich loszulassen hei\u00dft: alles gewinnen.<br>Hei\u00dft: ohne Schurz vor <em>ES<\/em> hinzutreten&nbsp;<br>und nichts, als eine Antwort zu ersinnen:<br><br>\u201eHier bin ich, gro\u00dfes Leben, hier ist meine Hand.<br>G\u00fcrte mich und sei mein wahres, einziges Gewand.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Die Bl\u00fcte des Namenlosen<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Sonne \u2014 du unsterbliche Bl\u00fcte.<br>Baum des Lebens, der Frucht ist<br>und Frucht macht.<br>In dir sterben wir am Abend<br>und aus dir auferstehen wir am Morgen.<br><br>Sonne \u2014 du Sch\u00f6nste aller Bl\u00fcten.<br>Keine Biene, kein Wind kann dich befruchten,<br>aber du selbst befruchtest alles,<br>was werden soll und verbrennst alles,<br>was umkehren soll.<br><br>Sonne \u2014 du m\u00e4chtige Feuerbl\u00fcte.<br>Du bist das Zeichen des Sterbens<br>und das Zeichen der Auferstehung<br>Das eine kann nicht sein ohne das andere<br>und beide schmelzen in deinem Feuer zu einem.<br><br>Mond \u2014 du Bl\u00fcte der Verwandlung.<br>Baum der Erkenntnis, der gute&nbsp;<br>und b\u00f6se Fr\u00fcchte tr\u00e4gt oder sie abwirft.<br>Und beides sind Fr\u00fcchte&nbsp;<br>ein- und desselben Samens.<br><br>Mond \u2014 du Bl\u00fcte der Fruchtbarkeit.<br>Dein Licht richtet sich nach dem Licht der Sonne.<br>Es scheint in dir wider und du gehst&nbsp;<br>in deiner Unsichtbarkeit damit schwanger<br>und gebierst es zu deiner vollen Stunde.<br><br>Sonne, Mond \u2014 ihr Bl\u00fcten aus dem Paradies.<br>Eure Wurzeln entstammen aus ein- und derselben Erde.<br>Das Leben ist Verwandlung<br>und Verwandlung ist Leben.<br>Die Erde, die stillsteht, h\u00f6rt auf zu leben.<br><br>Sie dreht sich um die Bl\u00fcten des Lichts.<br>Und sie dreht sich um sich selbst.<br>Der Mensch gleicht der Erde.<br>Er dreht sich um die Bl\u00fcten, um sich selbst.<br>Und sein Selbst gleicht den Bl\u00fcten des Lichts.<br><br>Wer nun sein Herz an der Mondbl\u00fcte fruchtbar macht&nbsp;<br>und wandelt, wer es an der Bl\u00fcte der Sonne&nbsp;<br>entz\u00fcndet und f\u00fcr alle tr\u00e4gt, wie eine Fackel,<br>wird erkennen, dass hinter dem Feuer beider&nbsp;<br>ein noch gr\u00f6\u00dferes Licht steht.<br><br>Die Bl\u00fcten des Lichts, der B\u00e4ume aus dem Paradies<br>entstehen beide aus der Bl\u00fcte des Namenlosen.<br>Sie ist so sch\u00f6n, dass sie sich verbirgt.<br>Wer eins wird mit ihrem Samen, wird sie aber in seinem&nbsp;<br>eigenen Herz erschauen, weil sie in ihm selbst aufgehen wird.<br><br>Das ist die Auferstehung der Bl\u00fcte des Namenlosen.<br>Das ist die Auferstehung des Wesens im Menschen.<br>Und das Wesentliche ist in allem anwesend,<br>denn die Bl\u00fcte des Namenlosen<br>bl\u00fcht \u00fcberall.<br><br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:20px\"><strong>Engel und Adler<\/strong><br><br>Gedanken vor der Morgenr\u00f6te<br>(Morgenr\u00f6te, altgermanisch Austr\u014d, Ostern)<br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p class=\"has-text-align-left has-medium-font-size\">Du. Mein Engel. Mein Verf\u00fchrer. Rumpelstilzchen, der du mein Kind haben willst. Mein Leben. Wie ist dein Name? Gefl\u00fcgelter Widersacher. Es gibt nichts Sch\u00f6nes auf Erden. Kein Engel ist sch\u00f6n. Alle Pracht verf\u00fchrt, weil sie benannt werden will. Ich bin der Engel. Mein Teufel. Geh\u00f6rnter. Verhei\u00dfung. Jeder Teufel ist gut. Mephisto. Ja, in meinem Bauche steckst du. Lachend. Ha. Wie der Teufel lacht. Drau\u00dfen drischt der Regen. Gewitter im Januar. Und jeder Neubeginn ist eine Runde mehr f\u00fcr dich. Dein K\u00f6nig wird immer siegen. Treuester Diener Gottes. Jeder Mensch ist schwach gegen dich. Wo man einen Plan ersinnt, kennst du ihn schon vorher und durchkreuzt ihn vor seinem Gelingen. Keine Waffe kommt gegen dich an. Du bist unsterblich. Engel des Todes. Jede Frucht ist dein. Jeder geschaffene Gedanke, denn alles ist aus dir geboren. RA, SAMEN, DAS B\u00d6SE. Ja. Schau mir ins Angesicht, du gro\u00dfer Tod. Pforte allen Lebens. Wer durch dich schreitet, wird ewig. Ist das dein Geheimnis? Bist du der schattenlose Schatten? Das schaffenlose Schaffen? Bist du der Eine, ohne Gegen\u00fcber? Bist du der vom Menschen geschaffene Gott? G\u00f6tter, wie Menschenseelen, gibt es eurer Tausende. Alles Geschaffene f\u00e4llt in eure Hand und alles Ungeschaffene kommt aus euch hervor. Was ist der Mensch? Frucht eurer Leiber, aufgefressen von euch. Weise der, der begriffen hat, dass jeder Atemzug Gift vom Todesstachel der G\u00f6tter ist. Ich atme Tod ein und atme Tod aus. Aller Tod ist eitel. Selbst da will der Mensch den Helden spielen. Selbst da l\u00e4sst er sich nicht brechen. Indem der Mensch sich nicht brechen l\u00e4sst, stirbt er. W\u00fcrde er gebrochen sterben, so w\u00e4re eine L\u00fccke in seinem Herzen, die unangreifbar ist f\u00fcr den Tod. Dem Tod geh\u00f6rt, was ihm gleicht. Und der Mensch gleicht dem Tod. Unbeugsam rafft er jedes einflie\u00dfende Leben dahin. Kaum, dass sich der erste Keim bildet, bricht er ihn ab, erstickt, was eben noch geboren war und nennt sich einen Held, da er den Tod vor dem Tode besiegte. Was ist der Mensch, der lebt, weil er den Tod gefressen hat? Was ist der Tod, wenn nicht Speise Gottes, der zur\u00fccknimmt, was nicht gebrochen werden konnte? Der K\u00f6nig \u00fcber den Menschen ist der Tod. Alles, was von ihm geschaffen wird, f\u00e4llt ihm zu F\u00fc\u00dfen und geh\u00f6rt ihm. Indem der Mensch glaubt, ihn mit g\u00f6ttlichen Theorien und Worten \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen, mauert er sich sein eigenes Verlie\u00df im K\u00f6nigspalast. Kein Mensch ist unsterblich. Kein Mensch kann Stroh zu Gold spinnen. Der Tod des Menschen ist sein Vergessen. Der Mensch vergisst den Tod und indem er vergisst zu sterben, h\u00f6rt er auf zu leben. Am Anfang ist das Wort und das Wort erstickt den Menschen in seinem eigenen Fleisch. Der Mensch ist in Fleisch geh\u00fcllter Tod und je mehr er spricht und dieses Fleisch mit Worten seziert, desto h\u00e4rter wird der Tod. Der Tod spricht die Sprache des Schweigens. Kein Atem geht durch ihn. Wir haben Angst vor ihm, weil wir selbst Atmende sind, denen dieses genommen wird im Moment, wo wir nicht mehr sprechen k\u00f6nnen. Unsere Lungen sind die Fl\u00fcgel des Todes. Mit jedem Atemzug weiten und falten sie sich. Und wir krauchen wie H\u00fchner auf der Erde und nutzen sie nicht. Wer vergessen hat seine Fl\u00fcgel zu nutzen, wird sich selbst nie finden. Der Mensch ist sein eigener Tod. Ist sich selbst sein eigener Bruder und Feind. Immer wird der Tod der Gegensatz des Menschen sein. Er ist kalt, w\u00e4hrend uns warm das Blut durch die Adern flie\u00dft. Unser Tod ist, dass wir immer das Gegenteil von dem wollen, was wir sind. Und der Tod wird sich uns immer gegen\u00fcberstellen, solange wir diese Waage in Benutzung haben. Wenn wir bereit sind unser Leben zu geben, ist der Tod besiegt. Dann sind wir, wie er, unsterblich geworden. Der Tod ist der Mutterscho\u00df, aus dem wir geboren werden. Er ist das Licht, er ist der Schatten, er schenkt alles Leben, weil es ewig ihm geh\u00f6rt. Seine Fratzen sind die Ausgeburten des Menschen. Der Mensch ist sein eigener, rasender und richtender Gott. Es gibt keinen einzigen Gott au\u00dferhalb des Menschen. Und sein Herz pulsiert durch den Fl\u00fcgelschlag des Todes. Gott ist tot. Der Mensch, der sich als Gott \u00fcber den Tod erheben will, ist t\u00f6richt. Denn er wird von seinem R\u00fccken fallen, weil er die H\u00f6he nicht vertr\u00e4gt, die dieser Adler \u00fcberfliegt. Wer nicht lernt auf deinen Fl\u00fcgeln zu fliegen, wird immer fallen. Wie viele Leben noch? Wie viele hechelnde Atemz\u00fcge noch? Der Tod kennt keine Grenzen, noch Begriffe. Er st nicht Bruder und nicht Feind. Er schert sich nicht darum und \u00fcberdauert dadurch alle Zeit. Wer den Tod nicht mehr besiegen will, weil er erkannt hat, dass der Tod die Hingabe und Liebe selbst ist, wird das h\u00f6chste Licht erblicken und in der Sonne, im Leben selbst aufgehen, weil er bereit war zu sterben, weil er bereit ist. Das ist sein Geschenk.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><br>Wir alle sind Feuerv\u00f6gel vor den Augen der Sonne.<br>Mit jedem Aufgang eines neuen Tages d\u00fcrfen wir uns in ihr verbrennen, um neu zu leben.<br>Wer Angst hat zu sterben, hat Angst zu leben.<br>Wer seine Auferstehung erwartet, wie den Ausgleich einer offenen Rechnung, <br>in der er sich selbst geopfert hat, wird entt\u00e4uscht werden.<br>Und es wird der verbrennen, der nicht auch den letzten Rest seines Feuervogelseins erwartungslos der Sonne anheim gibt.<br>Einzig der, der sein Feuer lichterloh mit dem Feuer der Sonne einswerden l\u00e4sst, <br>sodass es keine Trennung der Elemente mehr gibt, den wird das Feuer der Sonne nicht verbrennen, <br>sondern als Einheit wird er mit ihr auferstehen zu einem neuen Tag.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist die Chronik der &#8222;Zeichen dem Weg&#8220;, die ansonsten zu jedem Wochenbeginn neu auf der Seite &#8222;Zu Anfang&#8220; erscheinen. Die Kraft der Entscheidung\u00a0 Sich entscheiden meint f\u00fcr gew\u00f6hnlich, eine Sache klar von einer anderen abzuscheiden, sie zu trennen, gegeneinander abzuw\u00e4gen und dann meist die bessere von beiden zu w\u00e4hlen.\u00a0Man steht also mit einer Entscheidung mitten in einer Auseinandersetzung in einer dualen Welt, die st\u00e4ndig ein Messen, ein Ausloten von uns fordert und die Kraft, eine der beiden Seiten f\u00fcr die Richtigere zu erachten.\u00a0 Aber im Grunde steckt in diesem Wort Entscheidung nichts anderes, als das Eine mit dem Anderen zu verbinden. H\u00f6ren wir daf\u00fcr einmal dem Klang der Vorsilbe \u201eent-\u201e nach.\u00a0Etwas zu ent-knoten meint, etwas ungewollt Verwickeltes zu ent-wickeln.Etwas zu ent-decken meint, etwas Verh\u00fclltes zu ent-l\u00fcften, es zu ergr\u00fcnden und sich zu eigen zu machen. Sich zu ent-sinnen meint, den gew\u00f6hnlichen Sinn beiseite zu schieben und eine dahinterliegende Kraft der Er-INNE-rung sich ent-falten zu lassen. Sich zu entscheiden, k\u00f6nnte in dieser Auffassung also bedeuten, etwas aus seiner Zweipoligkeit zu befreien, es gleichsam daraus zu \u201eent-trennen\u201c und seiner urspr\u00fcnglichen Einheit wieder zur\u00fcckzuf\u00fchren. Eine Entscheidung w\u00e4re dann nicht mehr eine Trennung, sondern die F\u00e4higkeit, etwas zum Ganzen zur\u00fcckf\u00fchren zu k\u00f6nnen. WinterwanderungWald liegt vor uns, wei\u00dfkristallen,wie in dickgebauschte Federbetteneingeh\u00fcllt. Und wie Lichtdukaten fallenglitzernd-leichte Flockenkettenauf unsichtbare Wege. Helljunger Schnee knirscht unter unsren Schuhen,matt, denn alles ist, als l\u00e4geein Zauber tiefer Ruhen,ein Schimmer blassen Sinnens,\u00fcber allen Lebenstrieben. Es ist, als w\u00fcrde des HimmelsGr\u00f6\u00dfe hinab fl\u00fcstern, wie ein zartes Lieben,unter dem aller Laut erstirbt und schweigt.Und nur ein Erinnern an kolorate Amseltrillersich von Tannenkronen zu den Fliederzweigen neigt. Es bleibt ein Bild an Sommerauen, die nun stillernoch im Wei\u00df vergl\u00fchn, an das sich verwirrend helleKinderlachen und Juchzer, die \u00fcber See und Weiher wehen.\u201eSei uns gegr\u00fc\u00dft, du Sommerbadestelle!\u201c,an der wir tr\u00e4umend nun im Wei\u00dfkristall vor\u00fcbergehen. Jahreswende Wenn sich die Jahre drehenund Neu auf Alt sich f\u00fcgt,soll frohes Hoffen wehenund heitres Lachen, das begl\u00fcckt. Denn aus den einzlen F\u00e4den,aus Jahren und Jahrlebenwird sich ein Ganzes webenund als ein Funkeln in den Kosmos heben. Das sich dreht in den Weltenallen&nbsp;aus Sternen und Raketen,die in den Augen und im Himmel schallen,und zur Jahreswend von Herz zu Herze wehen. Wintersonnenwende Dann, wenn es in mir am dunkelsten ist,wenn mein Tag fast sein Hellesein vergisst,und wenn schwarz meine Nacht&nbsp;\u00fcber allen H\u00e4usern wacht,bin ich, ist Wintersonnenwende. Wenn fast die Hoffnung bricht,dass alle Kraft und alles Licht&nbsp;in mir nie wiederkehrt,&nbsp;dann bin ich unversehrtund ganz, Wintersonnenwende. Wenn der letzte Augenblick daund nirgendwo mehr ein Weg nah,wenn fast ein Sterben in den Augen&nbsp;ist und nur noch eine Glut von Glauben,&nbsp;werde ich, Wintersonnenwende. An diesen Wintersonnentagenmuss dein Herz nicht l\u00e4nger zagen,denn alles Dunkel nimmt ein Endeund aller Morgen langt nach l\u00e4ngrer Zeitund alles Leuchten streckt sich aus den Fenstern weitjetzt hin, nach dieser Wintersonnenwende. Denn ich bin. Wenn du, um mich zu schauen,bis zum letzten Augenblick, mit all deinem Vertrauen&nbsp;auf mich wartest, wenn du auch alles Dunkelaush\u00e4ltst, werde ich dir mein Sterngefunkelin dieser Nacht tausendfach als Sonne widerstrahlen und all die Tage, all die kahlen,werden lang und tief, wie ein&nbsp;wogendes Sommermeerund ich bin und werde kein Anderer sein:als allein deine innere Lichter-Umkehr. Engel Mit weiten Schwingenbreitet ein Engel sichgro\u00df und sch\u00f6n \u00fcber Dich,Halt und Warmes Dir zu bringen. Gib Dich nur ganzhin in seine Arme;in dieses leuchtend\u00b4 Warme,dann wird es werden, wie ein Tanz. Ein drehend\u00b4, wirbelnd\u00b4 Aufersteigenaus dieser Nacht.Hinauf in eine lodernd\u00b4 Sternenpracht,hinauf in atemhaltend\u00b4 Schweigen. Dort wird Dir ein Empfangaus tausendstimm\u00b4gem Chorbereitet. Der in Dein Ohreingeht, als ein tosend Weltensang. Als ein einzig Atemund Fl\u00fcgelfalten,der Dich tr\u00e4gt und die Dich haltenund Deinen ewig\u00b4 Lebensfaden. Gib Dich nur ganz,auch wenn du bangstim Dunkel und im Schmerz.Dann wird aus Deinem Herzein Warmes sich verbreiten,ein schwingend\u00b4 Fl\u00fcgelweiten,ein Engelglanz. Die Geschichte vom EierbecherEin Sonntagmorgen Mein liebes Lebenhat mir gerade ebenmeinen Eierbecher aus der Handgeschlagen. Nun ist der blaue Rand entzwei, obwohl ich immer dachte,&#8211; und wor\u00fcber ich jetzt lachte &#8211;dass gerade dieser Becher unkaputtbar&nbsp;w\u00e4re. Doch das war wohl so nicht wahr. Zerbrochen in f\u00fcnf Scherbenerlebte ich den herbenSchmerz der Seins-Verg\u00e4nglichkeit.Durch meine \u00dcberschw\u00e4nglichkeit zerbrach die Form, in der mein Eian diesem Sonntagmorgen lag. Vorbei.Sollte ich nun lachen oder weinen?Sollte ich w\u00fctend sein und meinen: Mein Denken l\u00e4sst sich nicht zerschlagen,so wenig, wie mein Eierbecher an Sonntagen?Nein, ganz einfach: mein liebes Leben,das mir gerade eben eine Form zerschlagen hat,&#8211; sie hatte es wohl satt,in alt-gewohnter Weise&nbsp;dienlich zu erstarren &#8211; schau, ganz leise, liebes Leben, nehme ich die Scherbenauf, die bisher mein Ei, jetzt ein Wunder bergenund sich als L\u00e4cheln auf meine Lippen legt,sich aus der Formenstarre das Geheimnis auferhebt: Die urspr\u00fcngliche Einheit allen Seins,die zerbrechen musste und pl\u00f6tzlich seiner keinsmehr \u00fcbrig blieb, lie\u00df sich zusammenklebenzu einem neuen Leben, einer freudeblauen Einheit aus Kommenund Sein und wieder Genommen-Werden. So nahm ich wieder in die Hand,was zerbrochen war und jetzt auferstand in mir selbst. Mit Blumen bemaltund blauem Rand, erstrahlt&nbsp;mein Eierbecher nun wieder neu an diesem Sonnentag.Siehst du: ein ganzes Leben im Kleinen sich verborgen hat. Advent Was, seel\u00b4ge Zeit,&nbsp;bewahrest du&nbsp;im Strom der Ewigkeit?Was h\u00fctest du, an Erinnerung jahrtausendlang,die von einer einzigen Geburtbis in mein Jetzt vordrang?Welchen Raum nimmst duein in mir: Felsstadt, H\u00fctte, Tempelinnen-hof? Einen kleinen Stall, der Ruhden Tieren gibt und dir, um alles Innenauferstehen zu lassen durch: Leben. Was, seel\u00b4ge Zeit, ist dein Sternunter all den Lampenreben?Wo ist er, der Jahrtausendalte, der fern,mir n\u00e4her ist, als meine eigne Hand? Du letztes T\u00fcrchen, nach dessen kleines,Bildnis, es zu \u00f6ffnen, jeder tief verlangt,du zarte, sternennahe, feinestille, Zeit, wirst du uns zu ihm auferheben?Wird durch deinen Namen alles Lebensich verwandeln und strebenzu diesem Stall, dem Licht, dass jeder kennund pilgert all die Tage im Advent? Oh du seel\u00b4ge Zeit,Bewahrer der jahrtausend-alten, menschen-innersten Ewigkeit,Weg zur einen T\u00fcr: es ist Advent. Zwei Meister Es lehrten einst zwei Meister an beiden Ufern eines Flusses und hatten jeder eine kleine Schar an Sch\u00fclern um sich. Es kam, dass die Sch\u00fcler sich einmal trafen und nun wetteiferten, welcher der Meister der bessere w\u00e4re. Die einen sagten zu den anderen: &#8222;Seht, unser Meister kann jede beliebige Gestalt annehmen!&#8220;&nbsp;Und man sah ihren Meister sich in einen Aal verwandeln, sah, wie er kreuzartig durch den Fluss hin und zur\u00fcckschwamm und dann seine urspr\u00fcngliche Gestalt wiederfand.Dann erg\u00e4nzten die n\u00e4chsten: &#8222;Seht, er kann auch Anderes verwandeln, wie es ihm beliebt!&#8220;Da sah man den Meister eine Kr\u00f6te nehmen, sie in die Luft werfen und sie ward ein Adler.Und wieder andere f\u00fcgten hinzu: &#8222;Seht, unser Meister beherrscht die Elemente!&#8220;Und alle sahen den Meister in seiner Linken ein Feuer entfachen und in seiner Rechten sprudelte eine Quelle auf. Die anderen Sch\u00fcler schauten gelassen zu und als alles Wunder geschehen war, wiesen sie hinter sich auf ihren Meister und sagten: &#8222;Schaut, unser Meister sitzt, wenn er sitzt.Und er trinkt, wenn er zu trinken hat.&nbsp;Und er ist still, wenn es still zu sein hei\u00dft!&#8220;&#8222;Das, ist seine Kunst.&#8220; Verstehen. Darin steckt das Stehen, der Stand.Um zu stehen, muss man in Ruhe sein.In einem ausgleichenden Gleichgewicht.Den Sinn des Gleichgewichts birgt das Innenohr. Verstehen. Es ersteht aus dem inneren Ohr.Aus einem Zuh\u00f6ren.Um zu h\u00f6ren, muss man stille sein.Und wer bis ins Innen stille ist, kann einen Sinn verstehen. Den Sinn des Gleichgewichts.Man wird Lauschender der einen Mitte.Vernehmender.Wie ein winddurchfuhrter Baum,ein sich erneuernd, aufrichtend Aufstehender. UmBRUCH\u2026 AufBRUCH\u2026 DurchBRUCH\u2026 Ein Zahlenbruch ist die Darstellung eines Teiles von einem Ganzen.Es ist die Aufspaltung, die Zerstreuung der Einheit in eine Vielfalt. Mathematisch ist diese Vielfalt gegliedert in Z\u00e4hler und Nenner,also in eine bestimmte Anzahl gleichgro\u00dfer Teile. Menschlich ist sie ein Ausdruck gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Individualisierung,die weder messbar, noch einordbar ist, sondern dem Gesetz des Wachstums und derfortschreitenden Verwandlung unterliegt. Pers\u00f6nlich aber ist die Vielfalt eine Aufforderung zur Wiederentdeckung der urspr\u00fcnglichen Einheit. Ein UmBRUCH im Leben ist gleichzusetzen mit der M\u00f6glichkeit zu einer inneren Revolution.Es gilt dazu den AufBRUCH aus Altem, Gewohnten zu wagen, ein Chaos zu bewirken, dasnotwendig ist, um eine neue Ordnung herzustellen.Das Vielfache des Bruches wird heruntergebrochen, wird gek\u00fcrzt, wird in Ordnung, wird auf einen gemeinsamen Nenner gebracht und es entsteht ein Gleichgewicht zwischen oben und unten. Der Bruch ist ein Verh\u00e4ltnis zweier Zahlen zueinander. Der DurchBRUCH ist dann das Verh\u00e4ltnis des einzelnen, individuellen Menschen zu sichselbst. Er dringt zu sich hindurch und erfasst die Summe seiner Teile.Er steigt \u00fcber sie hinaus und wird aus der Summe seiner Stammbr\u00fcche zu einem Ganzen. Alles, was eben als Ergebnis erworben, als L\u00f6sung fixiert und als richtig erkannt wurde, darf wieder herausgebrochen, durchbrochen werden. Nur so bleibt es lebendig. Die feste Zahl darf sich im Bruch aufl\u00f6sen zu einem neuen Sinn.Der Mensch darf seine Gleichung immer wieder neu schreiben, die Beziehung seines einzelnen Teilseins zum Ganzen immer wieder in Ordnung reihen und sich in seinem Inneren erkennen, als Abbild dieses Ganzen, dass mit keiner Mathematik messbar, weit mehr, als die Summe allen Teilseinsist. Und der Mensch l\u00f6st sich im Durchbruch zu dem Eingest\u00e4ndnis des&nbsp;Un \u2014 Nenner &#8211; baren:1\/1 = 2\/2 = 54\/54 = \u221e Himmelstrompeten&nbsp; In vertrauter Weise klingt und f\u00e4rbt sichalter Sommer in den Bl\u00fcten.Matt vom Leuchten in ihren mannigfaltig H\u00fctenw\u00e4lzt er m\u00fcde, Erinnerung an Jenes, das verstrich. Hielte er es fest, dann w\u00fcrde es zergehen,wie eine Schwalbe fl\u00f6ge es davon.Denn nur, was ohne Wollen, sachte, fromm,gelassen wird, das Unhaltbare, bleibt bestehen. Unbemerktes wars, verschenktes Sein,das unsichtbar verwob, was l\u00e4ngst im Wesensgrundschon an-wesentlich war. Und nur ein Mund,der sieht, ein Blick, der lacht, ein geheim- v\u00f6lliges H\u00f6ren jenes Duftens gen\u00fcgt,um zu schmecken, was schon immer ist und kommt und geht:Erinnerung an Anderswo, wo neuer Sommer webt,wo ewig Eines, das eine Best\u00e4ndige, bl\u00fcht: Verwandlung. Sie ist das verborgene Lebenin allem Lebe-Wesen. Erklingt als alteWeise in den Sternen, rauschend, wie der Flug der Schwalbe.Ist im Entfalten d\u00e4mmerlichter Himmelstrompeten gleich dem Ruf des Menschen, sich zu verstr\u00f6men&nbsp;sich hinzugeben an sein urinnerstes Hindurch-T\u00f6nen.Damit es Leuchten werde in seiner Bl\u00fcteund er das Leben mit seinem Leben beh\u00fcte. Ein Auszug aus den Alchimischen Spiegelbildern&#8222;Der Wanderer&#8220; &#8230;Ich suchte das stille Liedvom einen, gro\u00dfen,unbekannten Namenlosen.Ich suchte das Wasser des&nbsp;ewigen Lebens und fand ES im Gesang der W\u00e4lder,in der verwurzelten, bewegungslosenTreue der B\u00e4ume an ihre Erde.Fand ES im Duft der Felder,deren \u00c4hren voller Werde-willen prallten, um sichverwandelt im Brot zu schenken.Sah ES im Flug vom Kranich,im Auge der Rotkehlchen,im jahrtausendalten Stein,der sich von Lichtund Wasser wetzen l\u00e4sst,in den hingesenkten&nbsp;K\u00f6pfen der Bergveilchen. \u00dcberall dort, wo das Sterbennicht Untergang&nbsp;war, sondern Aufgang&nbsp;neuen Werdensfand ich: ES. \u00dcberall dort, wo ein \u00dcbergangging vom Einen in ein Anderes,da lauschte ich ES, da schwangder gro\u00dfe Atem, lag Melodievon ewiger Verwandlung, Alchimiedie gibt und niemals haben l\u00e4sst,denn ES besitzen meint&nbsp;ES verloren haben, da ESniemanden geh\u00f6rt, nur alles eint. Da fand ich Angekommenseinin ihm. Fand Ruhe, Stillungmeines Durstes und Erinnerung&nbsp;an lang Verlorngegangenes: Habe ich ES,dann habe ich ES nicht.Habe ich ES nicht,dann ist es nicht ES.Denn ES IST,unab\u00e4nderlich, unabl\u00e4ssigimmer da. Und mein Herz schlug gleich dem Herzder Rotkehlchen, ward eins mit dem Herzder Steine und der Blumen, ward Bruderdem Wasser, den \u00c4hren und Bruderden B\u00e4umen, denn ich hatte ES in Allemgeschaut, hatte Sein Gesicht in Allemerblickt, das zugleich starb und neu geboren wurdedenn es war nie Eines von beidem sondern wurdeimmer neu und starb, weil es ewige Verwandlung war.Und weil ich mich selbst in allen Dingen schaute,weil ich ES in allem schaute,war ich selbst verwandelt,war ich ES und ES war ich. Ich bin die Welt und der Weg und der Wald Der Wald verbreitet etwas unermesslich Belebendes.Wer wachend in ihm geht, wird eine st\u00e4ndige, bestehende Ruhe darin erfahren, die ihn durchdringt, wie ein gleichm\u00e4\u00dfiger, unaufh\u00f6rlicher Regen. Wer dann die Augen schlie\u00dft, dem kann es geschehen, dass er den Regen pl\u00f6tzlich nicht mehr au\u00dferhalb von sich erlebt, sondern er f\u00e4llt in ihm selbst, in seinem in seinem eigenen, innersten Raum.Alles wird dann inne.&nbsp;Die Welt und der Weg und der Wald.Sie sind nicht mehr au\u00dferhalb,&nbsp;sondern man selbst umschlie\u00dft sie ganz.Man wird Kosmos. Und in dem Kosmos fallen Sterne und f\u00e4llt Regen.Und es w\u00e4chst Wald und es wachsen Menschen.Ist Ruhe und best\u00e4ndiger Weg. Jenes Sein, welches diesen innereigenen Kosmos und auch all das,&nbsp;was unvorstellbar und au\u00dferhalb von ihm scheint, noch umschlie\u00dftist die unergr\u00fcndliche und unermessliche Kraft allen Lebens,das in dem Moment, in dem man es inne h\u00e4lt, zu einer heiligen Gegenwart wird. Der Wald atmet Gegenwart.Und er belebt den Gehenden durch dieses Atmen. W\u00fcrde der Mensch wie&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","footnotes":""},"class_list":["post-1403","page","type-page","status-publish","hentry"],"uagb_featured_image_src":{"full":false,"thumbnail":false,"medium":false,"medium_large":false,"large":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false,"bard-slider-full-thumbnail":false,"bard-full-thumbnail":false,"bard-grid-thumbnail":false,"bard-list-thumbnail":false,"bard-single-navigation":false},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/ninaclarissafrenzel.de\/index.php\/author\/ninaclarissafrenzel\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Dies ist die Chronik der &#8222;Zeichen dem Weg&#8220;, die ansonsten zu jedem Wochenbeginn neu auf der Seite &#8222;Zu Anfang&#8220; erscheinen. 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